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Leben und Wohnen

Erfahrungen durch WohnPunkt RLP

In der Vorbereitungsphase sollte es zum regelmäßigen Austausch der Bewohnerinnen, Bewohner und Angehörigen kommen, dabei können feste Termine helfen. Neben den regelmäßigen Treffen (mit und ohne weiterer Partnerinnen), ist das Festlegen klarer Regeln für die Entscheidungsprozesse hilfreich. Alle Aufgabenverteilungen sollten schriftlich festgehalten werden.

In bereits existierenden WPGs hat sich die Bildung einer sogenannten Steuerungsgruppe (zum Beispiel: Angehörige, Vertreter der Gemeinde oder Verbandsgemeinde, Projektbeauftragte, Vertreter Bürgerschaft / Ehrenamt / Nachbarschaftsbörsen, möglicherweise Investor oder ambulanter Dienst...) für die Planung aber auch für den Betrieb der WPG als hilfreich erwiesen. So sollten sich unterschiedliche Personengruppen in der Steuerungsgruppe beteiligen.

Checkliste:

  • Wer sollte Mitglied in der Steuerungsgruppe sein (Bedeutung für das Projekt: Befürworter/Bedenkenträger, Vertretung der Gemeinde, Professionelle Dienstleister, Ehrenamt und Bürgerschaft etc., Experten Immobilien, Experten Rechtsfragen, Experten Finanzierung)
  • Definition von Zielen und Aufgaben, Arbeitsplanung, Meilensteine und Termine
  • Wer ist Projektkoordinator? Wer trägt die Leitung der Steuerungsgruppe?
  • Wer lädt ein, schreibt Protokolle, pflegt den Informationsaustausch (gegebenenfalls auch die Öffentlichkeitsarbeit) und die Adressdatenbanken?
  • Wer bucht Räume, Getränke, Sonstiges für terminierte Sitzungen?

Bei der Auswahl eines passenden Pflege- und Betreuungsdienstes sollte beachtet werden, dass dieser einen Versorgungsvertrag mit den Kranken- bzw. Pflegekassen abschließen muss. Falls gewünscht muss die Bereitschaft beim Pflegedienst bestehen, im Haushalt tätig zu werden. Sinnvoll ist es von unterschiedlichen Pflegediensten ein Pflege- und Betreuungskonzepte einzuholen und anschließend nach einem persönlichen Gespräch die Wahl zu treffen. Um den Austausch zwischen den Angehörigen, dem Pflege-/ und Betreungsdienst und allen anderen Beteiligten zu unterstützen, sind zum einen regelmäßige gemeinsame Teamsitzungen hilfreich, aber auch das Führen von Übergabebüchern den Pflege- und Betreuungswechsel kann positiv unterstützen.

Empfehlenswert ist, diese Punkte in einem Vertrag fest zu halten. Auch die Wahl einer Sprecherin, eines Sprechers, der/die als erste/r Ansprechpartnerin bzw. Ansprechpartner für Anfragen und Absprachen mit externen Partnern fungiert, kann hilfreich sein. Diese Aufgabe kann natürlich auch von mehreren Personen geteilt und regelmäßig gewechselt werden.

Eine Regelung zur Auswahl neuer Bewohnerinnen und Bewohner muss gefunden werden. Zur Reduktion der Kosten und um den Bewohnerinnen und Bewohnern eine vertraute Umgebung zu gestalten, sollte einige Wochen vor dem Einzug der Bestand an verfügbaren Haushaltsgegenständen und Möbeln gesichtet und mit den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Angehörigen eine Auswahl sowohl für den Gemeinschaftsbereich als auch für die Privaträume getroffen werden. Der Übergang von der alten in die neue Wohnumgebung sollte, wenn möglich, mit dem Pflegedienst zusammen gestaltet werden. Zur Begleichung der laufenden gemeinsamen Kosten (Essen, Haushaltsartikel etc.) kann eine gemeinsame Haushaltskasse mit gemeinsamem Konto hilfreich sein.

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