Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Suchtprävention

Alkoholfrei schwanger

Jeder Tropfen Alkohol, der in Schwangerschaft und Stillzeit konsumiert wird, gelangt so gut wie ungehindert zum Kind. Das bedeutet: Das Kind hat annähernd den gleichen Promillewert wie die Mutter. Es baut den Alkohol jedoch wesentlich langsamer ab! Das Kind braucht dafür 10-mal länger als seine Mutter, da seine Leber noch nicht vollständig entwickelt ist.

Auch wenig Alkohol ist zuviel

Für Schwangere und stillende Frauen konnte keine noch so geringe Trinkmenge als unbedenklich erwiesen werden. Deshalb ist der vollständige Verzicht auf Alkohol der beste Schutz für das ungeborene Kind.

Auch die weit verbreitete Ansicht, dass Bier weniger schädigend sei als beispielsweise Schnaps, ist trügerisch. Es kommt immer auf die Menge an reinem Alkohol an, und nicht auf die Art des Alkohols, die eingenommen wird. Man kann nicht sagen, dass bestimmte alkoholische Getränke harmloser sind als andere.

Je öfter und je mehr Alkohol getrunken wird, desto höher ist das Risiko der Kindesschädigung

Das Ziel von „alkoholfrei schwanger“ ist, die Motivation von schwangeren und stillenden Frauen zu stärken, in dieser Zeit auf den Konsum von Alkohol zu verzichten.

Daher richtet sich „alkoholfrei schwanger“ zum einen direkt an schwangere und stillende Frauen und ihr Umfeld, zum anderen an alle Fachkräfte, die beruflich in Kontakt mit diesen treten.

Multiplikatorinnen und Multiplikatoren haben gerade im Hinblick auf Motivationsförderung eine große Bedeutung.

Die Rolle der LZG

Das Referat Suchtprävention unterstützt diverse Fachveranstaltungen mit den Materialien zu „alkoholfrei schwanger“.
Die Materialien können Sie über den LZG-Shop beziehen. 

Dieses Video zeigt, warum es wichtig ist, in der Schwangerschaft und Stillzeit auf Alkohol zu verzichten und gibt hilfreiche Tipps.

Titel
FASD und Schwangerschaft - Was sollte ich über das Fetale Alkoholsyndrom, Sucht und deren Bedeutung für Schwangere wissen?

Wann
25.11.2020, 09:30 bis 16:00 Uhr

Ort
LZG
Hölderlinstr. 8, 55131 Mainz

Fortbildungsleitung
Brigitte Münzel, Freie Kommunikationstrainerin und Supervisorin

Dialoggruppe

  • Fachkräfte der Schwangerenberatung
  • Hebammen
  • Interessierte Personen, die sich beruflich oder ehrenamtlich für Suchtprävention in der Schwangerschaft interessieren

Inhalte
Das Fetale Alkoholsyndrom ist die häufigste nicht-genetische Behinderung in Deutschland. Sie kommt durch Alkoholkonsum der Mutter in Schwangerschaft und Stillzeit zustande. Doch noch immer verzichten nur einige Frauen vollständig auf den Konsum von Alkohol in dieser Zeit.
- Wie können wir Frauen zum Alkoholverzicht in Schwangerschaft und Stillzeit motivieren?
- Welches sind die Ursachen für Alkoholkonsum in Schwangerschaft und Stillzeit?
- Wie arbeite ich mit sinnvoll mit suchtkranken Schwangeren?
- Wie sieht mein Netzwerk in der Arbeit mit Schwangeren aus?
Diesen und weiteren Fragen widmet sich diese Fortbildung.

Zusätzlich bietet das Referat Suchtprävention der LZG die Online-Fortbildung „Alkoholfrei in Schwangerschaft und Stillzeit“ an. Sie ist entwickelt für alle Fachkräfte, die im beruflichen Alltag mit schwangeren oder stillenden Frauen in Kontakt treten. Hierfür müssen Sie sich auf unserer Online-Fortbildungsplattform registrieren.

Zur Online-Fortbildungsplattform