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Bewegung und Ernährung

Laufen, Licht und Luft - fit ins Frühjahr

„Laufen, Licht und Luft“, das sind die wichtigsten Faktoren, wenn es darum geht, nach dem Winter gesund und munter, vor allem aber fit ins Frühjahr zu kommen. Lichtmangel in der kalten Jahreszeit hat uns inaktiv und schlapp gemacht. Deshalb müssen wir mit viel Bewegung unseren Körper wieder auf Trab bringen. Da hilft schon ein ausgedehnter täglicher Spaziergang. Treppe statt Aufzug, Fahrrad statt Auto, auch Gartenarbeit tut gut. Und vielleicht ist sogar ein „Miniurlaub“ übers Wochenende drin...

Frühlingserwachen

Kennen Sie das auch? Endlich Frühjahr, die Sonne scheint, die ersten Blumen blühen – und trotzdem fühlen Sie sich müde, matt und antriebslos. Jeder zweite Deutsche leidet unter Frühjahrsmüdigkeit. „Vor allem Menschen mit niedrigem Blutdruck, Frauen und Jugendliche sind davon betroffen“, so Christina Koppe-Schaller, Medizinmeteorologin beim Deutschen Wetterdienst (DWD). Hormonumstellungen und ein veränderter Stoffwechsel seien anstrengend für den Körper.

Wie entsteht eigentlich Frühjahrsmüdigkeit?

Der Grund für die Frühjahrsmüdigkeit, die rund 50 Prozent der Deutschen zwischen März und Mai ausbremst, ist eine Stoffwechselumstellung.

Die genaue molekulare Ursache der Frühjahrsmüdigkeit ist noch nicht wissenschaftlich belegt. Klar ist aber, dass die beiden Hormone Serotonin und Melatonin dabei eine wichtige Rolle spielen. Im Winter ist der Mensch auf Ruhe programmiert und der Körper schüttet vermehrt das Schlafhormon Melatonin aus. Werden die Tage länger und das Licht intensiver, steigt die Körpertemperatur leicht an, die Blutgefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt und der Hormonhaushalt stellt sich langsam auf das Frühjahr ein. Nun produziert er vermehrt das so genannte Glückshormon Serotonin, gleichzeitig wird die Melatoninproduktion gedrosselt. Genau in dieser Umstellungsphase sind viele Menschen schlapp und gereizt. Spätestens im Mai haben sich die Hormone umgestellt, die Balance ist gefunden und die Stimmung hellt sich wieder auf.

Diese hormonelle Umstellung vom Winter- auf das Frühlingsprogramm wird begleitet von Müdigkeit, Kreislaufstörungen, Abgeschlagenheit und Stimmungsschwankungen. 

Bewegung an der frischen Luft

Ein wirksames Mittel, um Stoffwechsel und Kreislauf auf die Beine zu helfen, ist Bewegung. Gemäßigtes Ausdauertraining an der frischen Luft  –  ein langer Spaziergang, Wandern oder Walken in der erwachenden Natur, das ist jetzt genau das Richtige. Damit regen Sie Ihren Kreislauf an, ohne ihn zu überfordern. Wenn Sie lieber joggen, sollten Sie langsam ins Training einsteigen und Ihre Laufetappen in kleinen Schritten steigern.

Tipps gegen die Frühjahrsmüdigkeit

  • Bewegen Sie sich draußen, tanken Sie Sonnenlicht und kurbeln Sie damit Ihren Hormonstoffwechsel und Ihr Immunsystem an.
  • Nehmen Sie leichte Kost  zu sich, trinken Sie viel (am besten Wasser oder ungesüßten Kräutertee) und essen Sie mehrmals am Tag Obst und Gemüse. Zu schwere Mahlzeiten belasten den Kreislauf zusätzlich.
  • Mit warm-kalten Wechselduschen bringen Sie Ihr Immunsystem in Schwung und vertreiben den Winterblues.
  • Helfen Sie Ihrem Biorhythmus, sich auf die neue Jahreszeit einzustellen: Strukturieren Sie Ihren Tagesablauf, schlafen Sie sieben bis acht Stunden in der Nacht und halten Sie, wenn möglich, einen kurzen Mittagsschlaf.
  • Suchen Sie sich Gleichgesinnte. Dann macht Bewegung gleich doppelt so viel Spaß.  Gemeinsam wandern ist der ideale Einstieg in das Bewegungsprogramm.
Wandern auf den Spuren der Mandelblüte

Wandern hat zahlreiche günstige Effekte auf die Gesundheit: Es aktiviert das Herz-Kreislaufsystem, fördert das Immunsystem und stärkt Vitalität und Wohlbefinden. Gerade im Frühjahr ist Wandern die ideale Bewegungsform, um die wintermüden Glieder wieder in Gang zu bringen und der Frühjahrsmüdigkeit zu begegnen.

Unser Tipp: Wandern Sie auf den Spuren des Frühlings entlang dem 77 Kilometer langen Pfälzer Mandelpfad – lassen Sie sich verzaubern vom rosaroten Blütenmeer.

Rosa Wochen in der Pfalz

Während die Natur sich in den meisten Teilen Deutschlands noch in tristes Wintergrau hüllt, blühen in der Pfalz schon früh im Jahr die Mandelbäume. Von Bad Dürkheim bis Schweigen-Rechtenbach geben sie entlang des Pfälzer Mandelpfades an der deutschen Weinstraße mit ihrer farbenfrohen Blüte einen malerischen Einstieg in das Frühjahr.

Im März und April finden regelmäßig die „Pfälzer Mandelwochen“ statt. Burgen und Schlösser, Kirchen und historische Bauwerke werden in dieser Zeit rosa beleuchtet. Zahlreiche Veranstaltungen und Feste befassen sich mit dem Thema Mandeln, zum Beispiel das Gimmeldinger Mandelblütenfest oder die Mandelmeile in Edenkoben. 

Tipps und Informationen

Interessantes rund um die rosa Wochen sowie Wanderrouten, Einkehrmöglichkeiten, Unterkünfte und vieles mehr finden Sie hier. Auch den aktuellen Stand der Mandelblüte können Sie hier einsehen.

Der Lenz ist da – Frühjahrsputz für den Körper

Die Sonne geht wieder früher auf, die Vögel zwitschern aufgeregt von den Bäumen und die ersten warmen Sonnenstrahlen locken uns vor die Tür. Nun beginnt sie endlich — die schöne Frühlingszeit. Doch um sie wirklich genießen zu können, müssen wir Körper und Geist erst mal auf Touren bringen, damit wir besser von den ruhigen, dunklen Wintermonaten auf die aktiven, sonnigeren Frühjahrsmonate umschalten können. Warum Bewegung jetzt so wichtig ist, lesen Sie hier. 

Warum Bewegung für uns wichtig ist

Egal ob Sie morgens schnell in Fahrt kommen oder eher zur Kategorie „Morgenmuffel“ gehören – in beiden Fällen gilt: Nach dem Aufstehen und einem guten Frühstück sollten Sie aktiv werden. Die hellen und wärmeren Tage laden zu mehr Bewegung an der frischen Luft ein. Doch es muss nicht gleich ein Marathon auf dem Plan stehen. Viele Studien haben gezeigt, dass jegliche Art von Bewegung den Körper fit hält. Fünf gute Gründe, warum Bewegung Ihrem Körper und Geist gut tut:

1. Bewegung stimuliert den Stoffwechsel

Durch die gesteigerte Muskelaktivität wird eine gezielte Verbrennung von Zucker und Fett erreicht.

2. Bewegung macht schlau

Bewegung aktiviert unsere Hirnleistungen – vermutlich durch erhöhte Laktat-Werte, die entstehen, wenn sich die Muskeln verstärkt bewegen. Laktat ist eine Form von Milchsäure und für die Nervenzellen im Gehirn eine Art Treibstoff.

3. Bewegung stärkt das Herz

Durch Bewegung stärken wir unser Herz-Kreislaufsystem und beugen Krankheiten wie zum Beispiel Schlaganfall und Herzinfarkt vor.

4. Bewegung stärkt die Knochen

Ähnlich dem Muskelaufbauprozess wird das Knochenwachstum durch physikalische Reize wie Druck und Zug angeregt. Dabei passen sich die Knochen den neuen Belastungen und Bewegungen an.

5. Bewegung macht glücklich

Während wir Sport betreiben, produzieren wir verschiedenste körpereigene Substanzen, die die Stimmung aufhellen und somit unser Wohlbefinden steigern. Hierzu gehören die körpereigenen Botenstoffe Serotonin, Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin.  

Trainieren in der Pollensaison

Das Frühjahr kommt und mit ihm die ersten warmen Sonnenstrahlen. Sport im Freien macht den meisten Menschen in dieser Jahreszeit besonders viel Spaß. Pollenallergiker allerdings haben es im Frühling oft nicht leicht. Tränende Augen, triefende Nase, Atemnot — da kann einem Heuschnupfengeplagten die Lust am Sporttreiben schon mal vergehen. Doch auch Menschen mit Pollenallergien können den Frühling aktiv und ohne größere Beschwerden genießen, wenn sie einige Dinge beherzigen.

Es langsam angehen lassen

Sport verbessert die Lungenfunktion, stärkt das Immunsystem und trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Allergiker sollten in der Pollensaison langsamer als sonst in das Bewegungsprogramm starten. Wenn man das Training mit einer Aufwärmphase beginnt, vermeidet man eine zu plötzliche Kreislaufbelastung, die zur Verengung der Bronchien und damit zu Atemnot führen kann.

In der Heuschnupfensaison sind Schwimmen und Wassersport zu empfehlen, weil auf dem Wasser die Pollenbelastung deutlich niedriger ist als an Land.

Blick auf die Wetterkarte

Für Menschen mit Heuschnupfen gilt: Behalten Sie das Wetter im Auge und werfen Sie hin und wieder einen Blick auf den Pollenflugkalender (zum Beispiel beim Deutschen Wetterdienst). Besonders pollenarm ist die Luft nach längeren Regenfällen.

In die Halle ausweichen

Wer an einer sehr starken Pollenallergie leidet, sollte in der Pollenhochsaison sowie an besonders warmen und windigen Tage besser in geschlossenen Räumen trainieren, sei es zu Hause, in der Sporthalle oder im Fitness-Studio. Die Allergenbelastung ist drinnen deutlich geringer als draußen.

Welche Tageszeit zum Sporteln?

Haben Sie mehr Spaß am Joggen oder an anderer Bewegung draußen als an Indoor-Aktivitäten? Dann sollten Sie die Tageszeiten meiden, in denen die Pollenbelastung besonders hoch ist. In ländlichen Gegenden sind das die frühen Morgenstunden, während in der Stadt die Pollenbelastung abends besonders hoch ist. Allgemein sollten Heuschnupfengeplagte um Strecken, die an Wiesen und Feldern vorbeiführen, besser einen Bogen machen. Legen Sie zwischen den Bewegungsphasen immer mal kurze Pausen ein, damit sich der Kreislauf beruhigt.

Hoch hinauf

Ab einer Höhe von circa 1.500 bis 2.000 Meter über NN ist die Pollenbelastung relativ gering. Vielleicht verbringen Sie den nächsten Aktiv-Urlaub im Gebirge?

Manchmal geht`s nicht ohne Medikamente

Allergiegeplagte Sportler, die an anstrengenden Wettkämpfen teilnehmen, werden in der Pollen-Hochsaison um ein Medikament kaum herumkommen. Einige Heuschnupfenmedikamente machen jedoch müde – fragen Sie Ihren Arzt nach dem für Sie am besten geeigneten Mittel.

Allgemeine Tipps für ein ruhigeres Leben in der Pollensaison

  • Tragen Sie draußen eine Sonnenbrille.
  • Waschen Sie während der Heuschnupfenzeit abends vor dem Zubettgehen die Haare und legen Sie Ihre Kleidung außerhalb des Schlafzimmers ab.
  • Auch Nasenspülungen mit Kochsalzlösung befreien die Atemwege von den lästigen Allergieauslösern.
  • Geben Sie die Wäsche in den Trockner statt sie im Freien aufzuhängen.

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