Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Infektionsprävention

Fakten zu HIV und AIDS

Weltweit leben etwa 37,9 Millionen Menschen mit HIV. Davon sind etwa 1,7 Millionen Kinder.

61,5 % der Betroffenen weltweit haben bislang Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten.

Seit Anfang der 80er Jahre bis 2013 haben sich etwa 74,9 Millionen Menschen mit HIV infiziert; allein 2018 starben weltweit 770.000 Menschen an den Folgen von AIDS.

Mit fast etwa 54% aller HIV-Neuinfektionen ist Ostafrika und das Afrika südlich der Sahara am stärksten betroffen.

Besonders in Ost-Europa und Zentralasien ist die Zahl der Neuinfektionen deutlich gestiegen, 2018 allein um 150.000.

In Deutschland leben heute rund 90.000 Menschen mit HIV. In 2018 infizierten sich ca. 2.400 Menschen neu mit HIV.  Die Zahl der HIV-Neuinfektionen nimmt nach der aktuellen Schätzung in Deutschland gegenüber 2017 leicht ab.

Etwa 30.000 Menschen sind bisher in Deutschland an den Folgen von AIDS gestorben, im Jahr 2018 waren es 440 Menschen.

In Rheinland-Pfalz leben ca. 2.300 Menschen mit HIV. Im Jahr 2018 infizierten sich ungefähr 75 Personen neu mit dem HI-Virus.

Seit Beginn der Epidemie starben in RLP ca. 1.100 Menschen an der HIV-Infektion, in 2018 waren es 25 Menschen.

 

HIV gehört zu den schwer übertragbaren Krankheitserregern. Der alltägliche Umgang miteinander birgt kein Risiko und die üblichen Hygienemaßnahmen im Haushalt, im Krankenhaus, auf der Arbeit, im Sport oder in der Arzt- oder Zahnarztpraxis reichen aus, um das Virus unschädlich zu machen.

Am häufigsten wird HIV beim Sex ohne Kondom übertragen. Kondome schützen vor einer Infektion und verringern gleichzeitig das Risiko einer Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen. HIV-Übertragungen können auch beim intravenösen Drogenkonsum oder bei medizinischen Behandlungen mit Blut und Blutprodukten entstehen. Hierzu gibt es spezielle Vorsichtsmaßnahmen.

Seit 2015 empfehlen die HIV-Behandlungsleitlinien jede diagnostizierte HIV-Infektion in Deutschland umgehend antiretroviral zu therapieren.

Der Ausbau von zielgruppenspezifischen Testangeboten und ein früherer Behandlungsbeginn scheinen auch in Deutschland Erfolge zu zeigen. Der Einfluss von der HIV-Präexpositionsprophylaxe auf das Infektionsgeschehen kann auf der derzeitigen Datenbasis noch nicht verlässlich geschätzt werden.