Fakten zu HIV und AIDS
(Stand 2024)
Weltweit leben etwa 41 Millionen Menschen mit HIV. Noch lange nicht alle haben Zugang zu den Medikamenten, die ihr Leben retten können. Und noch immer erleben Betroffene Diskriminierung und Stigmatisierung.
In Deutschland lebten Ende 2024 nach Schätzung der Robert-Koch-Institus (RKI) knapp 97.700 Menschen mit HIV.
Laut RKI haben sich im Jahr 2024 etwa 2.300 Menschen in Deutschland mit HIV infiziert. Das sind rund 200 Neuinfektionen mehr als 2023. Etwa 8.200 Menschen wissen nichts von ihrer Infektion. Jede dritte Diagnose erfolgt erst in einem fortgeschrittenen Stadium. Das bedeutet, das Immunsystem ist bereits so geschwächt, dass sich der Körper schlechter gegen Krankheiten wehren kann. Bei rund 18% der Erstdiagnosen lag bereits das Vollbild AIDS vor.
Diese Zahlen verdeutlichen, dass viele HIV-Diagnosen weiterhin erst spät erkannt werden. Dieser Anteil ist im Vergleich zu den Vorjahren etwa konstant.
HIV gehört zu den schwer übertragbaren Krankheitserregern. Der alltägliche Umgang miteinander birgt kein Risiko und die üblichen Hygienemaßnahmen im Haushalt, im Krankenhaus, auf der Arbeit, im Sport oder in der Arzt- oder Zahnarztpraxis reichen aus, um das Virus unschädlich zu machen.
Am häufigsten wird HIV beim Sex ohne Kondom übertragen. Kondome schützen vor einer Infektion und verringern gleichzeitig das Risiko einer Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen. HIV-Übertragungen können auch beim intravenösen Drogenkonsum oder bei medizinischen Behandlungen mit Blut und Blutprodukten entstehen. Hierzu gibt es spezielle Vorsichtsmaßnahmen.
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