Das Beratungsangebot der KGC
Die KGC Rheinland-Pfalz berät Kommunen beim Aufbau und der Umsetzung so genannter integrierter kommunaler Strategien (oder: Präventionsketten) zur Gesundheitsförderung und Prävention. Ziel ist es, in Städten und Gemeinden gesundheitsförderliche Lebenswelten und Angebote für alle Altersgruppen im Sinne gesundheitlicher Chancengerechtigkeit zu schaffen, damit alle Menschen gut und gesund aufwachsen, ein Leben in Wohlbefinden führen und gesund älter werden können.
Umgesetzt werden diese Strategien mit und in den Kommunen. Vorhandene Ansätze und Strukturen werden ausgebaut und weiterentwickelt. Gelungene Projekte werden verstetigt und greifen systematisch ineinander, Angebotslücken können durch neue Maßnahmen geschlossen werden.
Die Rolle der KGC
Im Gespräch mit den Kommunen gilt es zunächst herauszufinden, welche Angebote und Strukturen für die Verbesserung der Gesundheitsförderung sinnvoll sind, welche Partnerinnen und Partner für die geplanten Schritte gebraucht werden und wie man sie einbeziehen kann. Die KGC vernetzt und berät die Beteiligten, führt Beratungsgespräche durch, unterstützt bei Veranstaltungen, hält Infomaterialien bereit und gibt Hilfestellungen bei der Umsetzung kommunaler Projekte.
Schnell und individuell: die BeratBar
Die „BeratBar“ ist ein Beratungsangebot der KGC, in dem konkrete Fragen rund um Gesundheitsförderung und Prävention beantwortet werden. So funktioniert die BeratBar:
Schritt 1: Digitalen Beratungstermin bei den Referentinnen anfragen (s. Kontakte)
Schritt 2: Termin vereinbaren
Schritt 3: Kurze Vorab-Abfrage zu Ihrem Anliegen
Schritt 4: Online-Beratungsgespräch
BeratBar-Flyer zum Download
Bundesweit und im Land: der Kommunale Partnerprozess
„Wer nebeneinander arbeitet, addiert – wer zusammenarbeitet, multipliziert.“ (o.A.)
Über die KGC Rheinland-Pfalz erhalten Kommunen Zugang zum „Kommunalen Partnerprozess“, einem bundesweiten Netzwerk für den Auf- und Ausbau von integrierten kommunalen Strategien zur Gesundheitsförderung.
Worum geht es?
Der kommunale Partnerprozess ist eine Lern- und Netzwerk-Plattform für Kommunen, die bereits gute Unterstützungsangebote etabliert haben und diese miteinander vernetzen wollen.
In Rheinland-Pfalz sind folgende Kommunen/Städte dem kommunalen Partnerprozess beigetreten:
- Katzenelnbogen (Verbandsgemeinde)
- Neuwied (Landkreis)
- Trier (Stadt)
- Aktivregion Rhein-Wied (VG Waldbreitbach, VG Linz am Rhein, VG Bad Hönningen)
- Trier-Saarburg (Landkreis)
- Bad Kreuznach (Landkreis)
- Mainz-Bingen (Landkreis)
- Mayen-Koblenz (Landkreis)
Die KGC Rheinland-Pfalz unterstützt hier mit Aktionen und Veranstaltungen und steht den Kommunen beratend zur Seite.
Dokumentationen zu den durchgeführten kommunalen Veranstaltungen finden Sie im Archiv Fachveranstaltungen und im Archiv Lernwerkstatt / Workshops / Weiterbildung.
Der Partnerprozess wird im Rahmen des Kooperationsverbunds Gesundheitliche Chancengleichheit und in Zusammenarbeit mit den kommunalen Spitzenverbänden und dem Gesunde Städte-Netzwerk (GSN) durchgeführt.
Mitmachen
Gute Gründe für die Teilnahme am Kommunalen Partnerprozess:
- Bereits mehr als 60 offizielle Partnerkommunen haben sich bundesweit dem Partnerprozess angeschlossen und nutzen die Beratungsangebote der KGC und des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit.
- Die KGC unterstützt vor allem beim Aufbau von integrierten Strategien. Informationen sowie Ziele und Vorteile des Kommunalen Partnerprozesses finden Sie auf der Website des Kooperationsverbunds Gesundheitliche Chancengleichheit.
Beispiele, weitere Infos, Materialien
Quelle: Werkbuch Präventionskette. Herausforderungen und Chancen beim Aufbau von Präventionsketten in Kommunen. S.16
Zum Download und Bestellen: Werkbuch Präventionskette. Herausforderungen und Chancen beim Aufbau von Präventionsketten in Kommunen.
Website: Der kommunale Partnerprozess „Gesundheit für alle“ und weitere Materialien
In drei Schritten zur integrierten kommunalen Strategie
Am Aufbau einer integrierten kommunalen Strategie zur Gesundheitsförderung sind unterschiedliche Politikbereiche und Verwaltungsressorts beteiligt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine solche Strategie zu etablieren. Bewährt hat sich ein Vorgehen in den drei Phasen „Auftauen“, „Umsetzen“ und „Verstetigen“.
Eine ausführliche Beschreibung bietet die Handreichung „Vom Auftauen: Die Vorbereitung kommunaler Strategien“
Phase 1: Auftauen
In dieser Phase geht es darum, Schlüsselakteure zusammenzubringen, eine gemeinsame Arbeitsweise zu besprechen und eine gemeinsame Zielorientierung festzulegen. Welchen Bezug haben die verschiedenen Ressorts zum Thema Gesundheit und Gesundheitsförderung? Welche Erfahrungen können die Beteiligten einbringen?
Wie kann der Auftauprozess gelingen?
- Einrichten einer Steuerungs-/Arbeitsgruppe, die sich regelmäßig trifft und festgelegte Ziele verfolgt
- Verlässliche Koordination dieser Gruppe, z.B. Einladung, Vor- und Nachbereitung – idealerweise durch mehrere Personen
- Absichtserklärung oder Entscheidung für eine integrierte kommunale Strategie auf kommunalpolitischer Ebene
- Beteiligungsorientierte Gesundheitswerkstätten, Fachtage u.ä.
Phase 2: Umsetzen
In dieser Phase setzen sich die Beteiligten und Institutionen Ziele und entwickeln Maßnahmen, die nachhaltig umzusetzen sind. Im Fokus können bestimmte Gruppen wie erwerbslose oder sozial schwache Menschen stehen, oder aber Lebenswelten wie Kita, Schule, Betrieb usw. Wer kann welche Ressourcen und Fähigkeiten in den Prozess einbringen?
Wie kann die Umsetzung gelingen?
- Verknüpfung von Top down- und Bottom up-Prozessen
- Qualitätsentwicklung mithilfe von Good Practice-Kriterien
- Öffentlichkeitsarbeit
- Förder- und Finanzmittelgeber (auch in Bezug auf Vernetzung)
- Fehlerkultur
- Austausch mit anderen Kommunen, Inspirationen suchen
Phase 3: Verstetigen
In dieser Phase wird Gesundheitsförderung als Querschnittsaufgabe umgesetzt. Etablierte Kooperationsstrukturen sollen als Standard erhalten und gepflegt werden. Bei sich ändernden Handlungsbedarfen werden gemeinsam neue Ziele und Maßnahmen entwickelt. Nach deren Umsetzung beginnt der Umsetzungskreislauf von Neuem.
Wie kann die Verstetigung gelingen?
- Gesicherte Datengrundlage, z.B. durch Gesundheitsberichterstattung
- Flexibilität im Prozess, Anpassung von Maßnahmen, Zielgruppen etc.
- Festgelegte Regeln der Zusammenarbeit
Kontakt
Anne Häffner
06131 2069-64
ahaeffner@lzg-rlp.de
Sabine Köpke
06131 2069-38
skoepke@lzg-rlp.de
Silke Rother
06131 2069-18
srother@lzg-rlp.de
Dorothee Stahl
06131 2069-24
dstahl@lzg-rlp.de