Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Mitgliederversammlung 2025: Neue Impulse und Verstärkung im Vorstand

Am 25. Juni 2025 kamen die Mitglieder der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) zu ihrer jährlichen Versammlung in den Räumen der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz im Eltzer Hof in Mainz zusammen. Bereits zum zweiten Mal war die LZG dort zu Gast – ein Ort, der einen anregenden Rahmen für Austausch und Vernetzung bot.

In ihrem Grußwort betonte Ministerialdirektorin Katharina Heil vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit den Stellenwert der LZG für die gesundheitspolitischen Ziele der Landesregierung. Die LZG sei eine wichtige Partnerin bei der Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Gesundheitsstrategien in Rheinland-Pfalz.

Dr. Peter Spork, Wissenschaftsjournalist und Neurobiologe, informierte in einem Impulsvortrag über die Bedeutung der Epigenetik für Gesundheit und Prävention. Anhand aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zeigte er auf, wie sich Umweltfaktoren, Lebensstil und soziale Bedingungen epigenetisch auf die Genregulation auswirken – und damit nicht nur die eigene Gesundheit beeinflussen, sondern auch die Gesundheit künftiger Generationen. Seine zentrale Botschaft: Gesundheitsförderung wirkt langfristig – bis in die Erbanlagen der Nachkommen hinein – und ist damit eine Investition in die Zukunft.

Rückschau und Weiterentwicklung

Die Vorsitzende der LZG, Prof. Dr. Ursula Rieke, dankte in ihrem Bericht allen Fördernden und Unterstützenden, allen voran der Landesregierung – vertreten insbesondere durch das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit sowie das Bildungsministerium – sowie den gesetzlichen Krankenkassen. Sie stellte den Tätigkeits- und Rechenschaftsbericht für das Jahr 2024 vor, der erneut das breite Spektrum der gesundheitsfördernden Arbeit der LZG dokumentiert.

Dunja Kleis, Geschäftsführerin der BARMER Landesvertretung Rheinland-Pfalz/Saarland, berichtete über die Rechnungsprüfung, die sie wie in den Vorjahren gemeinsam mit Rainer Lange, Leiter der Landesvertretung Rheinland-Pfalz der DAK-Gesundheit, übernommen hatte. Sie bescheinigte der LZG eine ordnungsgemäße und transparente Mittelverwendung, so dass der Vorstand von den Mitgliedern einstimmig entlastet wurde.

Prof. Dr. Rieke und die aktuelle Geschäftsführerin Susanne Herbel-Hilgert warfen anschließend einen Blick auf zentrale Vorhaben im Jahr 2025. Im Fokus steht dabei der weitere Ausbau des Projekts „Schulgesundheitsfachkräfte“. Dank Förderung durch das Bildungsministerium können künftig fünf weitere Grundschulen mit Schulkrankenschwestern ausgestattet werden. Insgesamt werden dann 31 Schulgesundheitsfachkräfte bei der LZG tätig sein und die gesundheitliche Versorgung von Grundschulkindern im ganzen Land verbessern. Insbesondere für Kinder mit chronischen Erkrankungen oder Kinder aus sozial benachteiligten Familien ist dies ein wichtiger Beitrag zur Chancengerechtigkeit.

Neu hinzu kommt ab 2025 das Projekt „Dabei sein bewegt!“, das durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung gefördert wird. Es stärkt die Mobilität älterer Menschen und fördert gezielt deren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Das Projekt ist Teil der Einsamkeitsstrategie der Landesregierung und knüpft an bestehende LZG-Erfahrungen in der Arbeit mit älteren Menschen an.

Expertise aus kommunalem und ländlichem Bereich

Im Zuge des Ausscheidens zweier Vorstandsmitglieder waren Nachwahlen erforderlich. Einstimmig gewählt wurden:

  • Heike Arend, geschäftsführende Direktorin des Landkreistags Rheinland-Pfalz, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeit unter anderem mit Fragen des demografischen Wandels sowie der Gesundheits- und Sozialpolitik auf kommunaler Ebene befasst.
  • Simone Bopp, Geschäftsführerin und pädagogische Leiterin der Landesvereinigung für ländliche Erwachsenenbildung in Rheinland-Pfalz e.V., die über fundierte Erfahrung in der Gesundheitsbildung, der Förderung gesundheitskompetenter Strukturen im ländlichen Raum und der Erwachsenenpädagogik verfügt.

Mit ihrer fachlichen Expertise und ihrer engen Anbindung an zentrale gesellschaftliche Bereiche sind beide Beisitzerinnen eine wertvolle Ergänzung für den LZG-Vorstand. Dessen aktuelle Zusammensetzung finden Sie hier.

Nach dem offiziellen Teil bot sich bei kulinarischer Bewirtung durch das Catering-Team der Landesärztekammer Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Information über aktuelle LZG-Publikationen und -Materialien.

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