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Darmkrebsprävention

Ausstellung zeigt: Darmkrebsvorsorge rettet Leben

„Vermeiden statt leiden” ist das Motto einer Darmkrebspräventions-Kampagne der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) und der Stiftung LebensBlicke, die heute mit einer Auftaktveranstaltung im Mainzer Landtag startete. Darmkrebs ist eine der häufigsten Tumorarten in Deutschland. Fast 26.000 Menschen sterben jährlich daran. Die Ausstellung, bestehend aus neun großformatigen Tafeln und einem interaktiven Infoterminal, will aufklären und für die Teilnahme an der Darmkrebsvorsorge motivieren.

„Mit der Ausstellung zeigen wir, wie einfach Darmkrebsvorsorge geht – und wie wichtig sie ist, um Leiden zu verhindern und Leben zu retten“, sagte Sanitätsrat Dr. Günter Gerhardt, Vorsitzender der LZG. „Mit Hilfe von Früherkennungsuntersuchungen kann Darmkrebs schon in einem frühen Stadium erkannt und geheilt werden. Die Untersuchungen dienen aber auch dazu, gutartige Polypen zu entdecken und zu entfernen, bevor sie zu bösartigen Tumoren entarten. Das ist effektive Vorsorge“, so Dr. Gerhardt.

Ab dem 50. Lebensjahr können Versicherte in Deutschland in regelmäßigen Abständen einen Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl in Anspruch nehmen, ab 55 Jahren wird darüber hinaus eine Darmspiegelung empfohlen. Untersuchungen haben gezeigt, dass seit Einführung dieses Vorsorgeverfahrens rund 180.000 Darmkrebserkrankungen verhindert und ca. 43.000 Frühkarzinome entdeckt werden konnten. Die Darmkrebssterberate ging deutlich zurück.

„Diese Erfolge könnten gesteigert werden, wenn noch mehr Menschen die Vorsorgeangebote in Anspruch nehmen würden“, sagte Prof. Dr. Jürgen F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. Die Stiftung mit Sitz in Ludwigshafen setzt sich bundesweit für die Aufklärung über Darmkrebsvorsorge ein. „Viele Menschen wissen nicht, dass man mit einem gesunden Lebensstil selbst dazu beitragen kann, das Darmkrebsrisiko zu senken: Gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, der Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum sowie das Vermeiden von Übergewicht sind entscheidende Faktoren, um Darmkrebs vorzubeugen“, betonte Prof. Riemann. 

Neben Tafeln mit Erklärtexten und Grafiken ermöglicht ein neuartiges Infotainment-System den Ausstellungsbesucherinnen und -besuchern, interaktiv und leicht verständlich Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Darmkrebs zu erhalten. „Die Techniker Krankenkasse hat die Entwicklung des Darmkrebs-Infoterminals von Beginn an unterstützt, da es unseres Erachtens maßgeblich dazu beiträgt, Menschen aufzuklären und wichtige Zusammenhänge bei der Entstehung dieser Erkrankung aufzuzeigen. Nur ein gut informierter Patient kann in seinem Interesse sinnvoll agieren“, sagte Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz.

Die Ausstellung „Vermeiden statt leiden!“ soll auch Menschen mit Migrationshintergrund zugänglich gemacht werden. „Sie nutzen Präventionsangebote seltener, das gilt auch für die Darmkrebsvorsorge“, erklärte der Gastroenterologe Dr. Mehmet Ali Göksu. Aus der Erfahrung seiner Praxis in Worms weiß er, dass insbesondere Männer mit türkischem Migrationshintergrund Vorbehalte gegenüber der Darmspiegelung haben. Dabei sind Männer generell häufiger und oft auch früher von Darmkrebs betroffen als Frauen. „Die Zielgruppe Männer mit Migrationshintergrund müssen wir daher bei der Aufklärung besonders in den Blick nehmen, Tabus abbauen und den möglichen kulturellen Vorbehalten die lebenswichtigen Vorteile der Darmspiegelung entgegenhalten“, so Dr. Göksu.

Die Wanderausstellung wird nach ihrem Start im Mainzer Landtag in ganz Rheinland-Pfalz unterwegs sein und kann von interessierten Institutionen, Unternehmen, Kommunen usw. bei der LZG ausgeliehen werden.

Unterstützer der Darmkrebspräventions-Kampagne

Hausärzteverband Rheinland-Pfalz e.V., Ärztinnen und Ärzten des öffentlichen Gesundheitsdiensts Rheinland-Pfalz, Landesärztekammer, Techniker Krankenkasse sowie die Landesregierung. Medienpartner ist der deutschtürkische Radiosender Metropol FM.

V.i.S.d.P. Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer

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Ausleihe der Wanderausstellung bei der LZG

Ansprechpartnerin:
Angela Lutz, Telefon 06131 2069-36, E-Mail

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