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Für Bewegung ist es nie zu spät

Am 23. Mai 2017 zu Gast in Mainz: Wildor Hollmann, Deutschlands ältester aktiver Professor

Welchen Einfluss hat körperliche Aktivität auf das Gehirn? Kann man einer Demenz durch Bewegung vorbeugen oder dementielle Symptome mithilfe von sportlichen Übungen mildern? Diesen und weiteren Fragen wird der Kölner Universitätsprofessor Wildor Hollmann am Fachtag „Bewegung für alle! Teilhabe von Menschen mit Demenz durch Sport- und Bewegungsangebote ermöglichen“ nachgehen. Die Initiatoren, zu denen auch die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) gehört, konnten den renommierten Sportmediziner dafür gewinnen, bei der Veranstaltung am 23. Mai 2017 den Einführungsvortrag zum Thema „Gehirn, Demenz und körperliche Aktivität“ zu halten.

Professor Wildor Hollmann, Deutsche Sporthochschule Köln, ist sicher: Es ist nie zu spät, um mit sportlichen Aktivitäten zu beginnen. Das Alter sei kein Grund, um träge zu werden, ist der 92-Jährige überzeugt und geht mit bestem Beispiel voran. Täglich steigt er noch an die 400 Treppenstufen, bewältigt ein Arbeitspensum von bis zu 80 Stunden pro Woche und ist immer aufgeschlossen für Neues – so nimmt er aktuell Tanzstunden, um Rumba zu lernen. Hollmann freut sich, nach wie vor in dieser Weise am Leben teilhaben zu können. Er nutzt alle Möglichkeiten, aktiv älter zu werden – und ist damit der wahrscheinlich älteste Hochschullehrer in Deutschland.

Bewegung als Möglichkeit der sozialen Teilhabe

Für Menschen mit Demenz dagegen ist die Teilhabe am alltäglichen Leben oft nur eingeschränkt möglich. Bewegungs- und Sportangebote sind häufig nicht auf ihre besonderen Bedarfe ausgerichtet. Übungen sind zu schwierig, Instruktionen unverständlich und der Vergleich mit den Jüngeren, die es besser können, frustrierend. Das macht eine regelmäßige Teilnahme von Menschen mit Demenz an Übungsstunden fast unmöglich. Dabei ist körperliche Aktivität gerade für sie so wichtig. Nicht nur, um ihre Gesundheit und Mobilität zu verbessern, sondern auch, um das soziale Miteinander zu fördern und Vereinsamung vorzubeugen. Bewegungsangebote – ob in Vereinen oder in der stationären Pflege – für Menschen mit Demenz zugänglich zu machen, ist daher ein wichtiger Schritt in Richtung einer gesellschaftlichen Normalität, die Menschen mit Demenz als festen und wichtigen Bestandteil sieht.

Der Fachtag „Bewegung für alle! Teilhabe von Menschen mit Demenz durch Sport- und Bewegungsangebote ermöglichen“ soll aufzeigen, wie Menschen mit Demenz in körperliche Aktivitäten einbezogen werden können.

Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Schirmherrin der Veranstaltung, sieht das Ziel darin, für Menschen mit kognitiven Veränderungen Bewegung als Möglichkeit der sozialen Teilhabe und als Quelle von Lebensfreude zu erschließen.

Veranstaltungsdetails

Die Fachtagung findet am 23. Mai 2017 von 09:30 Uhr bis 15:00 Uhr im Erbacher Hof, Grebenstraße 24, 55116 Mainz statt. Sie bietet eine spannende Mischung aus Information und Praxis. Neben Vorträgen am Vormittag können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Nachmittag in Foren und Workshops ihre praktischen Kompetenzen erweitern.

Interessierte haben noch die Möglichkeit, sich hier anzumelden. Dort befinden sich auch detaillierte Informationen zum Programm.

Ansprechpartnerin in der LZG: Nele Lemke, Telefon 06131 2069-41, E-Mail

Die Veranstaltung wird gefördert vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie im Rahmen der Demenzstrategie Rheinland-Pfalz. Sie ist eine Kooperation der Arbeitsgemeinschaft „Selbsthilfe“ des Landesgremiums Demenz Rheinland-Pfalz mit dem Stiftungsfonds DiaDem der Stiftung Diakonie Hessen, dem Rheinhessischen Turnerbund (RhTb), dem Pfälzer Turnerbund, der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz (KDÖR), der Pflegegesellschaft Rheinland-Pfalz und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG).

V.i.S.d.P. Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer

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