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„Schatzsuche“ startet in RLP im neuen Kita-Jahr

Landesweites Elternprogramm soll das seelische Wohlbefinden von Kindern in Kindertagesstätten fördern

Eltern wollen ihre Kinder zu starken, gesunden und widerstandsfähigen Persönlichkeiten machen – das Programm „Schatzsuche“ unterstützt sie dabei. Ziel ist es, Eltern und pädagogische Fachkräfte für die kindlichen Bedürfnisse zu sensibilisieren und sie zu einer positiven Sichtweise zu motivieren: Statt die Defizite der Kinder in den Mittelpunkt zu stellen, sollen sie deren Ressourcen erkennen und als „Schätze“ in den Blick nehmen.

Im neuen Kita-Jahr startet das Programm in Rheinland-Pfalz in die Praxisphase. Die erste dreiteilige Weiterbildung für Erzieherinnen und Erzieher in Kindertagesstätten findet im September und Oktober statt. Sie war rasch ausgebucht, drei weitere Fortbildungsangebote folgen 2018.

„Das große Interesse der pädagogischen Fachkräfte an dem Fortbildungsangebot bestätigt uns, dass wir mit ‚Schatzsuche’ ein wichtiges Thema aufgreifen“, erklärt Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG). Die LZG führt das Programm gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse (TK) durch, die auch in anderen Bundesländern, in denen „Schatzsuche“ bereits etabliert ist, zu den Unterstützern gehört.

Die Zahl der Diagnosen von psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen nimmt zu. Immer öfter zeigen sie – auch schon in sehr jungem Alter – depressive Symptome, Ängste, Aufmerksamkeitsstörungen, Essstörungen oder Verhaltensauffälligkeiten. Bis zu 20 Prozent der Kinder in Deutschland haben nach Erhebungen des Robert Koch-Instituts in Berlin psychische Probleme. „Die Kita ist ein idealer Ort, um Kinder frühzeitig in ihrer psychischen Entwicklung zu fördern und Schutzfaktoren zu stärken. Hier können wir die Eltern in einer Zeit erreichen, in der sie ihren Kindern nicht nur emotional eng verbunden sind, sondern sich auch sehr offen für Unterstützung zeigen“, so Dr. Krell.

Bestandteile des Programms

In der sechstägigen Weiterbildung, die in drei Blöcken durchgeführt wird, werden die pädagogischen Fachkräfte zu „Schatzsuche“-Referentinnen und Referenten qualifiziert. Anschließend führen sie ein Eltern-Programm in ihrer Kita durch. Darin vermitteln sie den Eltern Wissen über die Entwicklung und das seelische Wohlbefinden von Kindern, wecken den Spaß an Erziehung und zeigen Unterstützungsmöglichkeiten in der Umgebung auf. Die teilnehmenden Kitas erhalten ein Medienpaket in Form einer Schatzkiste, die umfangreiche Praxismaterialien für sechs Themenmodule enthält.

„Die Techniker Krankenkasse ist seit langem mit einer Vielzahl von Präventionsprojekten in Rheinland-Pfalz aktiv. So wurde beispielsweise unser Projekt 'Gesunde Schule/Gesunde Kita' mit einem Fördervolumen von 200.000 Euro bisher mehr als 60-mal in Rheinland-Pfalz umgesetzt. Erfahrungen zeigen, dass Prävention so früh wie möglich beginnen muss. Gerade Investitionen in die Gesundheit unserer Kinder sind Investitionen in eine gesunde Gesellschaft von morgen. Hier setzt das Programm ‚Schatzsuche‘ an und ergänzt ideal die bestehenden Angebote", erklärt Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz.

Jeweils zwei pädagogische Fachkräfte aus zehn Kindertageseinrichtungen nehmen am ersten Fortbildungsdurchgang nach den Sommerferien teil. Er findet im September/Oktober im Raum Mainz statt. Von Trier bis Herxheim, von Selters bis Saulheim sind Kitas vertreten, die im neuen Kita-Jahr gemeinsam mit den Eltern auf „Schatzsuche“ gehen werden.

Anmeldungen sind noch möglich

Für die nächsten drei Weiterbildungen im Januar/Februar 2018, April/Mai/Juni 2018 und August/September/Oktober 2018 sind noch Plätze frei. Bis Ende 2018 haben vierzig Kitas aus ganz Rheinland-Pfalz die Gelegenheit zur Teilnahme.
Pädagogische Fachkräfte, die Interesse an der Durchführung des Programms in ihrer Einrichtung haben, können sich an die Ansprechpartnerin in der LZG wenden:
Jessica Schnichels, Telefon 06131 2069-47, E-Mail

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