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Weiterbildungsprogramm „Prävention in der Pflege“

Gesundheitspotenziale von Menschen in der stationären und teilstationären Pflege stärken

Bewegung, mentales Training, gute Ernährung und soziale Aktivitäten tragen im Alter dazu bei, Ressourcen zu stärken und das körperliche und psychische Wohlbefinden zu unterstützen. Auch pflegebedürftige Menschen mit Funktionseinbußen besitzen Gesundheitspotenziale, die gefördert werden können und sollen.

„Mit einem innovativen vierteiligen Weiterbildungsangebot schulen wir zukünftig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen und vermitteln ihnen Wissen und Fertigkeiten zur Gesundheitsförderung im hohen Alter“, sagte Udo Hoffmann, Beauftragter des Vorstandes der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse, bei der Auftaktveranstaltung zum Programm Prävention in der Pflege – in stationären und teilstationären Einrichtungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland. „Wir engagieren uns für die Gesundheit von Menschen in allen Lebensphasen. Dazu gehört auch, die gesundheitlichen Ressourcen von Menschen, die in Senioreneinrichtungen betreut werden, mit geeigneten Maßnahmen zu unterstützen. Unser Ziel ist, dass Gesundheitsförderung selbstverständlich in den Alltag der Einrichtungen integriert wird“, so Hoffmann.

Vier Handlungsfelder sind Inhalt des Weiterbildungsangebots

Die Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen werden in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) angeboten und richten sich zum Beispiel an Pflegekräfte, Betreuungskräfte nach § 53c SGB XI, Küchenleitungen, Küchenfachkräfte, Ernährungsfachkräfte, Hauswirtschaftskräfte, Übungsleiter und freiwillig Engagierte. Sie umfassen vier wichtige Handlungsfelder: Ernährung, kognitive Ressourcen, psychosoziale Gesundheit und körperliche Aktivität.

„Vor allem Bewegungsförderung hat bei alten und pflegebedürftigen Menschen einen hohen Stellenwert. Auch bei Verlust von physischen und kognitiven Fähigkeiten können mit regelmäßigem moderatem Training noch vorhandene Potenziale erhalten und einer weiteren gesundheitlichen Verschlechterung entgegengewirkt werden“, betonte Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer der LZG.

Zu diesem Zweck unterstützt das Weiterbildungsangebot moment! – motorisches und mentales Training für Menschen mit Demenz die Kooperation von Vereinssport und Pflege und bietet Schulungen für Pflegefachkräfte an. „Im Rahmen des Landes-Netz-Werks Demenz und den über 40 regionalen Demenznetzwerken koordiniert die LZG im Auftrag der Landesregierung bereits zahlreiche Angebote zur Unterstützung und Förderung von Menschen mit Demenz“, so Dr. Krell. Mit moment! werde von AOK und LZG nun das gemeinsame Ziel verfolgt, in möglichst vielen Senioreneinrichtungen moment!-Bewegungsgruppen für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und andere Interessierte zu initiieren.

Als weitere Maßnahme befähigt die Schulung maks aktiv! Pflegefachkräfte dazu, gruppentherapeutische Angebote zur Förderung der kognitiven, motorischen und alltagspraktischen Leistungen bei Pflegebedürftigen durchzuführen. Bestandteil der Therapie ist auch ein spirituelles Element, das die besonderen Bedürfnisse hochaltriger Menschen aufgreift.

Mit einer Trainerausbildung in Rollator-Tanz unterstützen AOK und LZG die Teilhabe von Pflegebedürftigen an gesellschaftlichen Aktivitäten und tragen dazu bei, in Pflegeeinrichtungen emotionale und psychosoziale Impulse zu setzen.

Im Handlungsfeld Ernährung schließlich wird die bedarfsgerechte und bedürfnisorientierte Verpflegung älterer Menschen in den Blick genommen. Eine erste Regionalveranstaltung unter dem Titel „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen“ informierte im Anschluss an die Auftaktveranstaltung Einrichtungsleitungen, Küchenleitungen, Ernährungs- und Küchenfachkräfte über die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und zeigte Möglichkeiten auf, diese in Senioreneinrichtungen umzusetzen.

Mit dem Programm Prävention in der Pflege – in stationären und teilstationären Einrichtungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland setzt die AOK in Zusammenarbeit mit der LZG die Vorgaben um, die im Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention aus dem Jahr 2015 sowie im daraus entwickelten Leitfaden Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen des GKV-Spitzenverbands formuliert wurden.

Weitere Informationen zu den Fortbildungsangeboten sowie die Ansprechpersonen in der Landeszentrale für Gesundheitsförderung finden sich auf der Homepage der LZG: https://www.lzg-rlp.de/de/praevention-in-der-pflege.html

V.i.S.d.P. Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer

 

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