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Presse

Zweiter rheinland-pfälzischer Wohnprojekte-Tag

„Wohnprojekte gründen. Genossenschaften voranbringen.“

Der zweite rheinland-pfälzische Wohnprojektetag fand am 7. Oktober 2016 im Mainzer Rathaus statt. Er bot die Möglichkeit, sich zu informieren, auszutauschen und zu vernetzen. Im Rathausfoyer präsentierten Initiativen, Experten und Finanzierungspartner ihre Arbeit und gaben Informationen. Veranstalter war die Landesberatungsstelle Neues Wohnen Rheinland-Pfalz bei der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG). Die Landesberatungsstelle wird durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie gefördert.

„Wohnprojekte gründen. Genossenschaften voranbringen.“ war der diesjährige Titel der Vorträge, Dialogrunden und Arbeitsgruppen. Eingeladen waren alle Wohn-Genossenschaften, Wohnprojekte, Gründungswilligen und Interessierten, die das Thema in Rheinland-Pfalz voranbringen oder selbst in ein Projekt einziehen möchten. In den Arbeitsgruppen wurde folgende Fragen beantwortet: „Wohnprojekt gründen - Was kommt da auf uns zu?“, „Genossenschaft als Rechtsform – Wann passt die Genossenschaft als Rechtsform?“ und „Genossenschaft leben – Erfahrungen, Wünsche, Perspektiven?“.

„Die Genossenschaft ist für gemeinschaftliche Wohnprojekte eine gute Wahl und erfordert sowohl eine soziale Idee, als auch ein gemeinsames Finanzierungskonzept. Vor allem stärken gemeinschaftliche Wohnprojekte das Gemeinwesen und den nachbarschaftlichen Zusammenhalt. Wir fördern daher seit Jahren neue gemeinschaftliche Wohnformen im Land und ich freue mich sehr, dass die Unterstützung in den Städten wächst“, sagte Demografieministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Auch Marianne Grosse, Baudezernentin der Stadt Mainz, schätzt die Vorteile von Wohnprojekten. Sie hat im vergangenen Jahr eine Strategie aufgelegt, um Baugemeinschaftsprojekten Raum zu geben. „In Mainz besteht zweifelsohne eine Nachfrage nach alternativen Wohnformen. Darauf reagieren wir zeitgemäß. An verschiedenen Standorten ermöglichen wir unseren Bürgerinnen und Bürgern, Baugemeinschaften zu gründen und ihr Wohnprojekt umzusetzen. Auf diese Weise wollen wir städtebaulich Innovationen schaffen und gleichzeitig soziale Netzwerke gründen.“

Zu Gast war Frau Dr. Sonja Menzel von der innova eG aus Leipzig. Als Expertin für Genossenschaftsfragen und Mitbegründerin des Bundesvereins zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e.V. ist sie seit vielen Jahren überzeugt, dass diese Geschäfts- und Organisationsform ein Gewinn für Mitglieder und das Gemeinwesen ist. Erfahrungsexperten wie Manfred Eberle (Geschäftsführer der LAWOGE eG Landau) berichteten darüber, was „Gemeinschaft leben“ in der Praxis bedeutet. Weiterhin waren erfahrene Beraterinnen und Berater wie Birgit Pohlmann (Architektin aus Dortmund) als Referenten und Gesprächspartner anwesend.

Bianca Klein (Ministerium der Finanzen RLP) und Alexandra Wüst (Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz) stellten die Förderprogramme des Landes für Bewohnergenossenschaften und Baugruppen vor.

Mit über einhundert Anmeldungen war die Veranstaltung bis auf den letzten Platz ausgebucht. Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer der LZG: „Wir freuen uns, dass es gelungen ist, mit dem nun schon zweiten landesweiten Wohnprojektetag in Rheinland-Pfalz die vielen Initiativen und Fachleute zu vernetzen. Wir haben eine Plattform geboten, auf der sich privat und beruflich Interessierte, Experten und Laien im informellen Rahmen zum Erfahrungsaustausch begegnen können. Dass die Stadt Mainz, die wir bei der Suche nach Fachleuten zur Baugruppenentwicklung unterstützen konnten, sich mit ihrem Beratungsteam an diesem Tag beteiligt hat, ist aus unserer Sicht ein besonderer Erfolg gelungener Netzwerkarbeit.“


 

Informationen

Die Landesberatungsstelle Neues Wohnen Rheinland-Pfalz berät zu Generationenwohnen, Gemeinschaftlichem Wohnen, Wohn-Pflege-Gemeinschaften und dem Förderprojekt WohnPunkt RLP. Zielgruppen sind Wohninteressierte, Projektgründerinnen und Projektgründer, die Wohnungswirtschaft ebenso wie Vertreterinnen und Vertreter von Stadt- und Landgemeinden. Kontakte unter: www.neues-wohnen.lzg-rlp.de

Der Wohnprojektetag Rheinland-Pfalz sowie die Landesberatungsstelle Neues Wohnen RLP bei der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) werden gefördert vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz.

Ansprechpartnerin in der LZG: Landesberatungsstelle Neues Wohnen Rheinland-Pfalz, Berit Herger, Telefon 06131 2069-37, bherger@lzg-rlp.de

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V.i.S.d.P. Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer

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