Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Qualitätsentwicklung

Qualität ist ein zentraler Aspekt gesundheitsförderlicher Arbeit. Denn was nutzt das beste Angebot, wenn es seine Zielgruppe nicht erreicht oder der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen steht? Eine klassische Qualitätssicherung wie bei der Herstellung von Produkten funktioniert hier jedoch nicht ohne Weiteres. Stattdessen geht es vor allem darum, Prozesse zu verbessern. Man spricht dann von einer Qualitätsentwicklung.

Allgemein versteht man unter Qualitätsentwicklung die Förderung struktureller Bedingungen, Prozesse und Konzeptionen, die Schritt für Schritt zu einer besseren Qualität führen können. In Gesundheitsförderung und Prävention ist das Ziel, die Wirkung von Maßnahmen zu steigern: Der gesundheitsbezogene Nutzen für die jeweilige Zielgruppe wächst, während unnötige Kosten vermieden werden.

Qualitätsentwicklung mit der KGC

Der bundesweite Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit hat Good Practice-Kriterien erarbeitet und Beispiele guter Praxis ausgewählt. Um diese Kriterien praktisch nutzbar zu machen, stellt er Printmedien und Online-Informationen bereit.

Welche Erfahrungen machen andere? Worauf sollte man bei der Planung und Durchführung von Präventionsmaßnahmen achten? Darüber informieren die Good Practice-Kriterien des Kooperationsverbunds Gesundheitliche Chancengleichheit. In zwölf Steckbriefen wird dargestellt, wie sich ein Projekt umsetzen lässt – von der Konzeption bis hin zur Evaluation.

Lernwerkstätten:
Die KGC bietet zu den Qualitätskriterien Lernwerkstätten an. Einen Einblick in die Good Practice-Lernwerkstätten erhalten Sie im Veranstaltungs-Archiv.

Broschüre:
Qualitätskriterien der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung.

Planungshilfe:
Erster Einstieg: Auf dem Weg zur Gesundheitsförderung – Wie Qualitätskriterien bei der Planung helfen

Gesundheit geht alle an, sie darf nicht allein Thema für den Gesundheitssektor sein. Im Arbeitsleben, in der Schule, bei der Stadtentwicklung – gesundheitliche Aspekte müssen überall berücksichtigt werden. Diesen Ansatz verfolgt das Konzept „Health in All Policies“ (HiAP – Gesundheit in allen Politikbereichen).

Um gesunde Lebensverhältnisse zu schaffen, müssen die verschiedenen Politikbereiche intensiver zusammenarbeiten. So können Synergien entstehen, die sich von vornherein nicht erschlossen hätten. Beispielsweise machen Radwege den Straßenverkehr sicherer und sind zugleich ein Bewegungsangebot.

Das Faltblatt setzt die „Zwölf Qualitätskriterien guter Praxis der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung“ des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit in Beziehung zu anderen Qualitätsanforderungen, beispielsweise dem Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbandes oder dem Qualitätsrahmen der Frühen Hilfen. Aufgrund zahlreicher Überschneidungen bietet die Synopse eine gute Orientierung für die Maßnahmenplanung.

Download:
Synopse zu Qualitäts- und Förderkriterien für Gesundheitsförderung und Prävention im kommunalen Raum

Der GKV-Leitfaden Prävention gibt vor, welche Maßnahmen der Verhaltens- und Verhältnisprävention über die Krankenkassen finanziert werden können. Für die kommunale Gesundheitsförderung ist vor allem das Handlungsfeld 4 „Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten §20a SGB V“ relevant. In diesem Kapitel findet man auch die Qualitäts- und Förderkriterien für Gesundheitsförderung und Prävention in der Kommune.

Zum GKV-Leitfaden Prävention