Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Leben und Wohnen

Wohn-Pflege-Gemeinschaften

Lebensqualität im Alter bedeutet für viele Menschen gut zu wohnen, soziale Kontakte zu haben und bei Bedarf individuell angepasste Pflege- und Betreuungsleistungen zu erhalten. Für Menschen, die aufgrund altersbedingter körperlicher oder geistiger Einschränkungen nicht mehr in den eigenen vier Wänden verbleiben können, ist das Wohnen in einer Wohn-Pflege-Gemeinschaft eine gute Alternative. 

 

Wohn-Pflege-Gemeinschaften ermöglichen es Menschen mit Unterstützungs- und Pflegebedarf in einer vertrauten häuslichen Atmosphäre nach ihrem individuellen Lebensrhythmus und den persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen zu leben. Wohn-Pflege-Gemeinschaften bieten eine wohnortnahe Unterstützung.

Konkret kann eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft (WPG) folgendermaßen gestaltet sein: In einer großen Wohnung oder in einem Haus leben bis zu zwölf Menschen zusammen. Jeder Bewohner hat einen persönlichen Wohnbereich, der nach eigenen Wünschen eingerichtet werden kann. Zudem teilt sich die Gruppe Gemeinschafts- und Wirtschaftsräume. Lebensmittelpunkt ist die Wohnküche, in der die Bewohner gemeinsam kochen, Hausarbeiten verrichten und den Alltag leben.

Die Bewohner der Wohn-Pflege-Gemeinschaft gestalten mit Unterstützung ihren individuellen Lebensraum und bestimmen ihren Tagesablauf, etwa mit gemeinsamem Einkaufen, Kochen oder Spazierengehen. Je nach Bedürfnis können sie sich aktiv beteiligen, einfach nur dabei sein oder sich in ihre Privatsphäre zurückziehen. Als eigenständige Mieter wählen sie in der Regel gemeinschaftlich, wer sie betreut und pflegt. Auch wer als neues Mitglied in die WPG einzieht, wird gemeinsam entschieden.

Wer ist die Zielgruppe?

In den letzten Jahren haben sich im Wesentlichen unterschiedliche Zielgruppen herausgebildet:

  • Wohn-Pflege-Gemeinschaft (WPG) für ältere Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz (Demenz) oder Pflegebedarf, deren Betreuungsbedürfnisse mit ambulanten Hilfen zu Hause nicht (mehr) gewährleistet werden können
  • WPG für alleinstehende ältere Menschen mit Unterstützungs- und Hilfebedarf
  • WPG für Menschen mit Behinderungen und erheblichem Assistenzbedarf.

An dieser Stelle sollten Sie sich  überlegen, wie die regionalen Bedarfe sind.

Einen Überblick übr alle zu beachtende Aspekte können Sie im Leitfaden der Landesberatungsstelle Neues Wohnen Rheinland-Pfalz finden.

 

Das Landesgesetz über Wohnformen und Teilhabe (LWTG) § 5 LWTG bildet die rechtlichen Grundlagen für die durch einen Träger verantworteten Wohn-Pflege-Gemeinschaften (WPG).

WPGs, welche durch Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige oder andere selbstverantwortet iniziiert werden, fallen nicht unter den Anwendungsbereich des LWTGs. Beide Formen haben jedoch das gleiche Ziel.

Grundsätzlich haben Wohn-Pflege-Gemeinschaften das Ziel, Menschen mit einem Betreuungs-, Hilfe- und Unterstützungsbedarf größtmöglichste Selbstbestimmung und Selbstverantwortung zu ermöglichen. Bewohnerinnen und Bewohner, rechtliche Betreuerinnen und Betreuer, Angehörige und Pflegedienste sind für die Organisation gemeinsam verantwortlich.

Die Entscheidung, wer letztlich was und wann in der Gemeinschaft leistet, liegt zunächst bei den Bewohnerinnen und Bewohnern. Sofern eine eingeschränkte Alltagskompetenz keine Entscheidungen mehr zulässt, werden die betroffenen Menschen von ihren Angehörigen, rechtlichen Betreuerinnen und Betreuern unterstützt.

Die Bewohnerinnen und Bewohner haben grundsätzlich die Wahlfreiheit, von welchem Dienstleister sie Betreuungs-, Hilfe- und Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen.

Ein wichtiges Merkmal dieser Wohnform ist die gemeinsame Verantwortung von Angehörigen, rechtlichen Betreuerinnen und Betreuern, den Dienstleistern, Nachbarn und Ehrenamtlichen. Das Engagement aller ist erforderlich und erwünscht, um die Selbstbestimmung der Bewohner zu unterstützen und die Kontinuität zu sichern.

Das bürgerschaftliche Engagement von Anfang an mit zu berücksichtigen und auch zu nutzen ist ein zentraler und wichtiger Aspekt. Auch kommt den Angehörigen in ihrer Rolle der gesetzlichen Vertretung für die Organisation eine besondere Bedeutung zu. Die Verwaltung des Haushaltes und die Planung der Tagesabläufe geschehen im Interesse der Bewohnerinnen und Bewohner. Dabei ist deren Wahlfreiheit und Selbstbestimmung zu beachten.

Die Entscheidung, wer letztlich was und wann in der Gemeinschaft leistet, liegt zunächst bei den Bewohnerinnen und Bewohnern. Sofern eine eingeschränkte Alltagskompetenz keine Entscheidungen mehr zulässt, werden die betroffenen Menschen von ihren Angehörigen, rechtlichen Betreuerinnen und Betreuern unterstützt.

Die Bewohnerinnen und Bewohner haben grundsätzlich die Wahlfreiheit, von welchem Dienstleister sie Betreuungs-, Hilfe- und Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen.

Die ausgewählten Dienstleister begleiten und betreuen die Bewohnerinnen und Bewohner nach ihren individuellen Bedürfnissen.

Im Unterschied zu einer stationären Einrichtung werden die Kosten in Wohn-Pflege-Gemeinschaften nicht monatlich an eine Institution entrichtet, sondern jeweils gesondert an die unterschiedlichen Leistungserbringer bezahlt und es werden gesonderte Verträge geschlossen.

 

Diese Übersicht zeigt, welche Kosten entstehen und wie diese finanziert werden können.

Die Landesberatungsstelle Neues Wohnen bietet folgende Leistungen:

  • Allgemeine Information rund um das Thema neue Wohnkonzepte bei Unterstützungs- und Pflegebedarf
  • Beratung für Institutionen und Personen, die eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft aufbauen wollen oder sich für diese Wohnform interessieren
  • Fachkundige Informationen für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige
  • Netzwerkarbeit mit allen beteiligten Akteuren

Gerne unterstützen wir Sie begleitend und beratend zum Thema Wohn-Pflege-Gemeinschaften! Die Beratung erfolgt telefonisch oder bei Bedarf als Vor-Ort-Termin.

Die Kontaktdaten finden Sie in der rechten Spalte.

Der Werkzeugkoffer richtet sich an alle, die eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft gründen wollen oder bereits betreiben. Er enthält konkrete „Werkzeuge“, die dazu nötig sind und ermöglicht es, den jeweils passenden Mix zusammenzustellen. Interessierte finden Informationen zu den Grundlagen einer Wohn-Pflege-Gemeinschaft, Handlungsanleitungen für die Gründung sowie Wissenswertes rund um Finanzierung und Unterstützung einer Wohn-Pflege-Gemeinschaft.

Zum Werkzeugkoffer

Materialien der LZG

Die LZG-Broschüre „Neues Wohnen – Leitfaden für Wohn-Pflege-Gemeinschaften" finden Sie in unserem Shop.

 

Weiterentwicklung und Förderung neuer Wohnformen im Rahmen eines GKV Modellprogramms

Hier: Mit dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG) wurden neue Möglichkeiten zur wissenschaftlich gestützten Weiterentwicklung und Förderung neuer Wohnformen im Rahmen eines Modellprogramms geschaffen.

 

 

Bundesweites Journal Wohn-Pflege-Gemeinschaften

Das bundesweite Journal für Wohn-Pflege-Gemeinschaften, herausgegeben von der Hamburger Koordinationsstelle für Wohn-Pflege-Gemeinschaften STATTBAU HAMBURG Stadtentwicklungsgesellschaft mbH und KIWA - Koordinationsstelle für innovative Wohn- und Pflegeformen im Alter in Schleswig-Holstein können Sie hier herunterladen:

November 2018

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Oktober 2017
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Oktober 2016
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Oktober 2015
Link

 
 

 

Info Qualitätssicherung

Informationen zu Wohn-Pflege-Gemeinschaften bundesweit erhalten Sie auch auf der Internetseite der WG Qualitaet.de.

Impressionen aus einer Wohn-Pflege-Gemeinschaft

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Kontakt

Petra Mahler
06131 2069-20
pmahler@lzg-rlp.de

Stephanie Mansmann
06131 2069-29
smansmann@lzg-rlp.de

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