Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Zahlen zur Organspende

Eine Organtransplantation ist für viele schwerkranke Menschen, bei denen ein Organ versagt, häufig die einzige Chance zu überleben.

Patientinnen und Patienten

Durchschnittlich 3 Menschen sterben pro Tag, weil für sie kein passendes Herz, keine Leber, Niere, Lunge oder Bauchspeicheldrüse zur Verfügung steht.

Fast 8.207 Patienten warteten in Deutschland zu Beginn des Jahres 2024 auf ein gespendetes Organ (2024: 8.575), ungefähr Dreiviertel von ihnen auf eine Niere.* Das sind etwa dreimal so viele Menschen wie Transplantate vermittelt werden können. Die Situation ist allgemein schwierig: Einige Patienten müssen wegen ihres schlechten Allgemeinzustandes von der Warteliste genommen werden, andere sterben, weil nicht rechtzeitig ein passendes Organ zur Verfügung steht.

Spenderinnen und Spender

985 Menschen haben bundesweit im Jahr 2025 nach ihrem Tod ihre Organe für schwer kranke Patientinnen und Patienten gespendet (2024: 953; 2023: 965; 2022: 869; 2021: 933). Das entspricht 11,8 Spendern pro eine Million Einwohner (2024: 11,3).

3.020 Organe wurden in Deutschland im Jahr 2024 postmortal gespendet (2024: 2.854) 2023: 2.877; 2022: 2.662; 2021: 2.905).

Jeder Spendende hat im Durchschnitt 3,1 schwerkranken Patienten eine neue Lebenschance geschenkt.

Die Situation in Rheinland-Pfalz

39 Menschen haben im Jahr 2025 in Rheinland-Pfalz ihre Organe gespendet (2024: 35; 2023: 41; 2022: 33; 2021: 57).

Ihnen wurden 112 Organe entnommen, die vermittelt und transplantiert wurden (2024: 112; 2023: 136; 2022: 109; 2021: 194).

357 Bürgerinnen und Bürger aus Rheinland-Pfalz standen am 31. Dezember 2025 auf der Warteliste für ein Spenderorgan (2024: 386).

317 von ihnen benötigten eine Niere (2024).*

Bereitschaft zur Organspende

85% der Deutschen stehen laut einer repräsentativen Umfrage der BZgA (seit dem 13.02.2025 Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, BIÖG) aus dem Jahre 2024 einer Organ- und Gewebespende positiv gegenüber.

Aber nur 62% der Befragten haben eine persönliche Entscheidung getroffen.

74% der Befragten, die sich entschieden haben, stimmen einer Organ- und Gewebespende nach dem Tod zu,

14% widersprechen ihr und

7% übertragen die Entscheidung auf eine andere Person.

Nur 45% aller Deutschen haben ihre Entscheidung in einem Organspendeausweis oder eine Patientenverfügung dokumentiert.

  • Der Hauptgrund, weshalb Menschen noch keine persönliche Entscheidung bezüglich Organ- und Gewebespende getroffen haben, ist die fehlende Auseinandersetzung mit dem Thema.
  • Knapp die Hälfte der Bevölkerung (42%) fühlt sich weniger gut bis schlecht über das Thema Organ- und Gewebespende informiert.
  • Eine generelle Einstellung gegen Organspende oder lebensverlängernde Maßnahmen, religiöse, ethische oder spirituelle Gründe sowie mangelndes Vertrauen in das Organspendesystem sind die wichtigsten Faktoren, die zu einem Widerspruch führen.
  • Hauptmotiv für die Zustimmung zu einer postmortalen Organ- und Gewebespende ist, anderen helfen zu wollen.

Quellen: * Eurotransplant, alle anderen Angaben: DSO