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Bedarfsworkshops in kleinen Kommunen – BedikK

Kommunale Gesundheitsförderung und Prävention vor Ort stärken langfristig die Gesundheit, Lebensqualität und Zufriedenheit in der Lebenswelt Kommune. Das Projekt Bedarfsworkshops in kleinen Kommunen (BedikK) möchte Kommunen in Rheinland-Pfalz darin unterstützen.

Konkret geht es darum, Gesundheitsförderungsprozesse in kleinen Kommunen durch Bürgerbeteiligung und Bedarfsworkshops anzustoßen und zu begleiten. BedikK richtet sich sowohl an die Bürgerinnen und Bürger in der Kommune als auch an professionelle Strukturen (Verwaltungsebene, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in der Kommune).

Projektbausteine

  • Wissensvermittlung: Bürgerinnen und Bürger werden über das Vorhaben informiert.
  • Beratung durch externe (Dorf-)Beratende:
    1. Bedarfsworkshop (z.B. in Form einer Zukunftswerkstatt): Gemeinsam erörtern wir, welche Bedarfe zum Thema Gesundheit bestehen. Welche Strukturen sind vorhanden, welche fehlen?
    2. Fokusgruppen: Im Bedarfsworkshop wurden Themenschwerpunkte gesetzt, in den Fokusgruppen wird an den Ideen und nächsten Schritten gearbeitet.
  • Schulungen: Begleitende Schulungen geben kommunalen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern Handwerkszeug für den eigenen Gesundheitsförderungsprozess in der Kommune.

Die Projektdauer pro Kommune beträgt ca. neun Monate.

Was ist das Ziel von BedikK?

Durch Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und der kommunalen Verwaltung sollen Bedarfe zur Gesundheitsförderung und Prävention vor Ort ermittelt und analysiert werden. Ziel ist es, die Kommunen bei der Umsetzung eines Gesundheitsförderungsprozesses zu unterstützen und zu begleiten. Bürgerbeteiligung ermöglicht das Einbringen vieler Erfahrungen und Vorstellungen sowie den Austausch aller Menschen aus der Lebenswelt Kommune. Die ermittelten Bedarfe sollen als langfristige Aufgaben in die kommunalen Strukturen eingebunden werden.

Entstehung und Umsetzung

Im Zuge des Präventionsgesetzes (2015) und der daraufhin verabschiedeten rheinland-pfälzischen Landesrahmenvereinbarung zum Präventionsgesetz entstand das Landespräventionsnetzwerk „Kommunale Gesundheitsförderung“. Dieses Netzwerk setzt sich aus landesweiten Akteuren der Gesundheitsförderung und Prävention in Rheinland-Pfalz zusammen und hat insbesondere das Dachsetting Kommune im Blick. Hieraus entstand die Idee der Beteiligung und Bedarfsanalyse vor Ort, um Kommunen auf dem Weg zur kommunalen Gesundheitsförderung zu unterstützen.

BedikK wird im Rahmen der landesspezifischen Projektförderung des GKV-Bündnisses für Gesundheit in Rheinland-Pfalz im Zeitraum von 2021 – 2024 umgesetzt. Die Projektkoordination liegt bei der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG).

Umsetzung 2021-2022

Das Projekt soll landesweit in Rheinland-Pfalz umgesetzt werden. In den Jahren 2021 – 2022 erfolgt dies in Kooperation mit dem Projekt Gemeindeschwesterplus. Die Umsetzungsmöglichkeiten werden mit Blick auf geltende Corona-Verordnungen reflektiert und erfolgen in Absprache mit den BedikK-Kommunen z.T. im digitalen Format.

Mit einer digitalen Auftaktveranstaltung startete das Projekt BedikK am 24. Februar 2021 in seine Umsetzungsphase.

Die Veranstaltung verdeutlichte die Chancen für die Kommunen im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention. So werden die BedikK-Ansprechpartnerinnen und -Ansprechpartner kostenlos weiter- und ausgebildet. Das soziale Engagement sowie die Übernahme von Verantwortung werden gefördert, indem Bürgerinnen und Bürger auf dem Weg zur kommunalen Gesundheitsförderung einbezogen sind. Die Kommunen werden zukunftsfähig gestaltet und gewinnen an Attraktivität und Lebensqualität.

BedikK richtet sich in der ersten Umsetzungsphase an Gemeindeschwesterplus-Kommunen, weil die hier bereits entstandenen Strukturen für ganzheitliche Gesundheitsförderung und Prävention gute Voraussetzungen bieten, um mit einem Partnerprojekt anzuknüpfen. Während der Schwerpunkt des Gemeindeschwesterplus-Projekts bei älteren Menschen liegt, können Kommunen im Rahmen von BedikK ihre weiteren Bedarfe herausarbeiten, um auch andere, jüngere Zielgruppen zu erreichen. So kann ein alters- und settingübergreifendes Konzept entstehen und der bereits eingeschlagene Weg der Gesundheitsförderung von Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam weiterentwickelt werden. Nach der Informationsveranstaltung mit den Gemeindeschwesterplus-Projektverantwortlichen werden die konkreten Kommunen festgelegt, die BedikK in den ersten Jahren umsetzen.

 

Ansprechpartnerinnen bei Fragen zum Projekt

Anne Häffner, Telefon 06131 2069-64 E-Mail
Silke Wiedemuth, Telefon 06131 2069-18 E-Mail

 

 

Bildnachweis Headerfoto: ©SKatzenberger/AdobeStock.com

Kontakt

Anne Häffner
06131 2069-64
ahaeffner@lzg-rlp.de

Silke Wiedemuth
06131 2069-18
swiedemuth@lzg-rlp.de

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