Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.

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Bewegung und Ernährung

Immer schön beweglich bleiben

Auch in der kalten Jahreszeit kann man immer schön beweglich bleiben. Klassische Freiluft-Sportarten wandern ins Trockene und in die Halle. Zum Joggen ziehen Sie lockere, schweiß-aufsaugende Kleidung nach dem Zwiebelprinzip an. Dann können Sie die Kleidungsschichten variieren und sind weder zu kalt noch zu warm angezogen. Wichtig ist eine Mütze. Über den Kopf wird viel Körperwärme verloren.

Und wenn Schnee fällt, darf sich glücklich schätzen, wer eine Loipe in der Nähe hat. Denn Skilanglauf gilt vielen als ideale Fitnessübung überhaupt. Diese Sportart steigert die Ausdauer, weil sie Herz und Kreislauf kräftigt, dosierbar belastet und die Atmung verbessert. Darüber hinaus schult Skilanglauf das Bewegungsgefühl, fördert die Kraft und optimiert die Koordinationsfähigkeiten. Loipensportler erreichen eine deutliche Kräftigung ihres Oberkörpers, während ihre Taille schlanker wird. Überdies ist Skilanglauf ein ideales Wirbelsäulentraining und ist auch bei vielen Vorschädigungen im Rückgratbereich sinnvoll.

Gesund durch die närrische Zeit

Die närrischen Tage stehen an – das ausgelassene Feiern bei Prunksitzungen und  Fastnachtsumzügen sorgt jedoch nicht nur für heitere Gemüter, sondern mitunter auch für körperliche Strapazen. Wenig Schlaf, viel Alkohol, fettreiche und unausgewogene Ernährung sowie Frischluftmangel können am ein- oder anderen „Tag danach“ zu Kopfschmerzen, Schwindel und Magen-Darm-Problemen führen. Nicht selten zieht die Katerstimmung Erkältungskrankheiten und andere Leiden nach sich, weil das Immunsystem unter dem Faschingsstress enorm leidet.

Damit Sie während der tollen Tagen fit bleiben, haben wir ein  paar Tipps und Tricks für Sie zusammengestellt.

Nicht hungrig auf die Party gehen!

Starten Sie Ihre Faschingsaktivitäten mit einer gesunden Mahlzeit zu Hause. Sie bildet die Grundlage, um eine lange, ausgelassene Nacht gut zu überstehen.

Heiterkeit braucht keinen Alkohol!

Für viele Narren ist die fünfte Jahreszeit untrennbar mit kräftigem Alkoholkonsum verbunden. Doch fühlt man sich nach dem ersten Glas noch zwanglos und unbeschwert, verringern sich schon bald die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Von Schluck zu Schluck schwindet die Selbstkontrolle. Die Grenze zwischen Heiterkeit und Hilflosigkeit ist dann schnell überschritten. Daher: Greifen Sie zwischen Helau und Humba-Tätärä lieber zu alkoholfreien Getränken! Alkohol ist kein Durstlöscher. Schon ab 0,2 Promille verschlechtern sich das Wahrnehmungsvermögen und die Fähigkeit, Entfernungen einzuschätzen, so dass die Gefahr im Straßenverkehr steigt. Lassen Sie Ihr Auto stehen, wenn Sie doch etwas getrunken haben. Besser noch: Seien Sie Jugendlichen ein Vorbild und zeigen Sie, dass es sich ohne Alkohol genauso gut feiern lässt!

Achten Sie auf angemessene Kleidung!

Ziehen Sie sich für die Fastnachtsumzüge warm an. Beim Tanzen und Schunkeln in Hallen und Sälen sollten Sie darauf achten, lockere Kleidung zu tragen, damit Sie nicht gleich ins Schwitzen kommen. Sobald Sie nach draußen gehen, sollten Sie einen Mantel oder andere warme Kleidung überziehen, sonst kühlt der erhitzte Körper zu schnell aus und die Erkältung lässt nicht lang auf sich warten.

Hautreizungen meiden!

Bevor Sie die tief in den Schminktopf greifen, testen Sie die Farben auf Ihrer Haut. Fastnachtsschminke kann Hautreizungen verursachen.

Gönnen Sie sich Ruhe!

Auch wenn in der närrischen Zeit eine Veranstaltung die nächste jagt - man muss nicht unbedingt jede Feier mitnehmen. Ein entspannter Abend zu Hause und frühes Schlafengehen geben dem Körper die wohlverdiente Verschnaufpause.

Hygienevorkehrungen treffen!

Durch häufiges Händewaschen, das Benutzen eines eigenen Glases und ein wenig Distanz zu Menschen, die Husten oder Niesen können Sie einen Bogen um Erkältungsviren, Herpes und Co. machen.

Absage an den Winterschlaf

Die Wintermonate machen es schwer, sich zum Sport aufzuraffen. Doch auch jetzt ist regelmäßige Bewegung notwendig, um den Körper fit zu halten. „Das Wichtigste ist, dass man überhaupt rausgeht“, sagt Professor Klaus Völker von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP). „Nutzen Sie die wenigen Stunden mit Licht für Bewegung.“

Passende Kleidung trotzt dem Wetter

Das Wetter ist keine Ausrede. „Es gibt mittlerweile Materialien für jede Witterung“, sagt Völker. Atmungsaktive Funktionskleidung schützt vor Kälte und Wind und hält den Körper trocken. Beim Laufen oder Walken gehören zudem wasserabweisende und rutschfeste Schuhe dazu. Damit die Schuhe die Gelenke schonen, sollten für Asphalt oder Waldwege verschiedene Modelle gewählt werden, rät der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB).

Gut unterwegs im Schnee

„Der Ganzjahressport Nordic Walking macht im Schnee besonders viel Spaß, weil man da die Stöcke richtig braucht“, sagt Völker. Vorsicht ist jedoch bei Frost und Glätte auf den Laufstrecken geboten. „Achten Sie auf den Untergrund!“ Einsatz finden die Stöcke auch beim Skilanglauf. Wegen der harmonischen Bewegungsabläufe komme es kaum zu Stoß- oder Druckbelastungen, und deshalb ist der Langlauf auch für ältere Sportler gut geeignet, sagt Uta Engels vom DOSB.  „Auch das alpine Skilaufen ist eine Möglichkeit für aktive Senioren“, sagt Alfred Effenberg vom Institut für Bewegungs- und Sportgerontologie der Deutschen Sporthochhochschule Köln.

Bewährt im Winter: das Hallenbad

Wer keinen Schnee vor der Haustür hat, kann auf typische Ganzjahressportarten zurückgreifen. „Schwimmen und Wassergymnastik sind ein gutes Training wegen der Auftriebseffekte des Wassers“, erläutert Alfred Effenberg. „Von der Wertigkeit ist Aqua Jogging ebenso gut wie Nordic Walking“, ergänzt Professor Völker. Die Bewegung im Wasser schont die Gelenke und stärkt Muskeln, Herz und Kreislauf. 

Auf die eigenen Kräfte achten

Für jede Sportart gilt: Das Training sollte langsam begonnen und nur allmählich gesteigert werden. Gerade Neueinsteiger wollen dem DOSB zufolge am Anfang oft zu schnell zu viel erreichen. Zwischendurch und am Ende des Trainings sollte jedoch immer Zeit für ruhigere Phasen bleiben. Bewegung hilft nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele besser über den Winter. „Ausdauertraining verscheucht düstere Gedanken“, sagt Uta Engels. Es sei nachgewiesen, dass gemäßigter, aber regelmäßiger Ausdauersport antidepressive Effekte durch die Ausschüttung körpereigener Glückshormone hat.

Weitere Tipps für den sportlichen Einstieg finden Menschen über 50 hier.

Winter-Blues: Bringen Sie Licht ins Dunkel

Dunkle Jahreszeit, trübe Stimmung? Da sind Sie nicht allein. Viele Menschen leiden unter dem Winter- oder November-Blues, dessen Hauptursache die geringere Lichtintensität in den Herbst- und Wintermonaten ist. Dadurch steigt die  Konzentration des Schlafhormons Melatonin in unserem Körper an und der Blutspiegel seines Gegenspielers Serotonin sinkt. Die Folgen sind Müdigkeit und  Antriebslosigkeit. Wenn im Frühling der Serotoninspiegel im Blut wieder steigt und die Konzentration von Melatonin sinkt, kehrt sich diese Erscheinung um und es wird uns wieder leichter ums Herz.

Raus aus dem Schneckenhaus

Die Maßnahmen gegen solche Verstimmungen sind in den meisten Fällen so einfach wie wirkungsvoll: Wahre Wunder wirken jetzt regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft – am besten am Vormittag. Licht, Licht und nochmals Licht ist das, was wir jetzt brauchen.

Im Winter erscheint uns Bewegung im Freien nicht immer attraktiv – dabei ist sie in dieser Jahreszeit, nicht nur bei Niedergeschlagenheit, Müdigkeit und Antriebsschwäche, besonders zu empfehlen. Bewegung tut dem Kreislauf gut, dient der Muskellockerung und bringt den Stoffwechsel auf Trab. Wer einen langen Spaziergang  „bei Wind und Wetter“  gemacht hat und es sich dann müde und durchgefroren bei einem heißen Tee auf dem Sofa gemütlich macht, wird mit einem wohligen Gefühl belohnt. Das verbessert die Stimmung und fördert den Schlaf.

Eine gute Kombination: Nervennahrung und Bewegung

Serotonin- und tryptophanreiche Ernährung kann helfen, die Laune zu heben. Das „Glückshormon“ Serotonin (beispielsweise enthalten in Bananen) wird im Gehirn aus der Aminosäure Tryptophan gebildet, die ebenfalls in bestimmten Lebensmitteln (z.B. Avocados oder Datteln) vorkommt.  

Auch die ausreichende Versorgung mit Vitaminen ist in der dunklen Jahreszeit wichtig. Es hat sich gezeigt, dass depressiv verstimmte Menschen häufig unter einem Mangel an Vitamin B und D leiden. Ernähren Sie sich also ausgewogen und vitaminreich! Fragen Sie Ihren Hausarzt, ob in Ihrem Falle eine Nahrungsergänzung, zum Beispiel mit Vitamin D, sinnvoll ist. Speziell in der dunklen Jahreszeit und ganz besonders bei Menschen, die wenig oder keine Milchprodukte und Fleisch essen, ist ein Vitamin-D-Mangel nämlich keine Seltenheit.

Balsam für die Seele

Neben regelmäßigen ausgiebigen Spaziergängen und einer ausgewogenen Ernährung gibt es noch viele andere Methoden und Tricks, mit denen Sie die trübe Winter-Stimmung verjagen können. Hier einige Vorschläge:

  • Zünden Sie Kerzen an! Das angenehme Licht wirkt sich beruhigend auf Körper und Geist aus und schafft Wohlfühl-Atmosphäre zu Hause. Oder wie wäre es mit einem stimmungsvollen Candle-Light-Dinner zu zweit?
  • Nutzen Sie die positive Wirkung von Aromen und Duftstoffen. Sie gelangen über die Nase direkt ins Gehirn und  stimulieren in kürzester Zeit das Nervensystem. Zitrusaromen beispielsweise wirken erfrischend und anregend, Vanille setzt Glückshormone frei, Lavendel wirkt beruhigend. Solche Aromen sind in Raumdüften, Kerzen und Badezusätzen sowie in verschiedenen Tees enthalten. Auch viele Wellness-Angebote (Bäder, Massagen und andere Anwendungen) nutzen die Kraft der Aromen.
  • Kochen Sie zusammen mit Ihrer Partnerin bzw. Ihrem Partner oder gleich mit mehreren Freunden. Das macht erstens Spaß und zweitens setzen die Düfte, die durch das Kochen oder Backen mit bestimmten Kräutern und Gewürzen entstehen, in unserem Gehirn Botenstoffe frei und heben dadurch unsere Stimmung. Oder besuchen Sie einen Kochkurs in einer der zahlreichen rheinland-pfälzischen Gaststätten. Entsprechende Angebote finden Sie oft in der Tagespresse. Auch die Volkshochschulen bieten Kochabende oder Kochkurse an, stöbern Sie doch einfach mal durch das Programm Ihrer örtlichen VHS. Eine Übersicht über Kochseminare in der Pfalz finden Sie hier

Wenn aus der Verstimmung eine waschechte Depression wird

Für etwa ein Prozent der Bevölkerung ist die dunkle Jahreszeit mehr als nur eine unangenehme Befindlichkeitsstörung. Diese Personen leiden unter der saisonal-affektiven Depression (SAD), auch Winter-Depression genannt. Sie äußert sich in Niedergeschlagenheit, Freudlosigkeit, Ängstlichkeit und mangelnder Energie. Im Gegensatz zu anderen Formen der Depression ist sie aber nicht mit Appetitlosigkeit verbunden. Ganz im Gegenteil: Charakteristisch für SAD-Patienten ist der Heißhunger auf Süßigkeiten. Außerdem haben die Betroffenen ein stärkeres Schlafbedürfnis als andere depressive Menschen.

Lichtmangel spielt eine zentrale Rolle bei der saisonal-affektiven Depression. Um diesem gezielt entgegenzuwirken, wird häufig eine Lichttherapie angewandt. Dabei versucht man, mit  speziellen, sehr hellen Lichtquellen, die eine Lichtintensität von bis zu 10.000 Lux erreichen, ein  Abklingen der depressiven Symptome zu erreichen. Bei vielen Patienten ist dies recht wirkungsvoll, in anderen Fällen lässt sich die Depression allerdings mit Lichttherapie nicht ausreichend behandeln. Dann ist unter Umständen eine medikamentöse Therapie und/oder Psychotherapie sinnvoll. Wichtig ist in diesen Fällen auch, weiter soziale Kontakte zu pflegen und sich ausreichend zu bewegen. Beides kann den Gesundungsprozess positiv unterstützen.

Weitere Informationen über Depression finden Sie hier.

Für die Loipe locker machen

Langlauf gilt als gesundheitsfördernde Sportart: Er hält den Kreislauf fit, trainiert gleich mehrere Muskelregionen, ohne den Körper zu stark zu belasten, und auch das Verletzungsrisiko hält sich in Grenzen. Voraussetzung ist jedoch, dass es Langläufer nicht zu hastig angehen lassen. Gerade Ein- und Wiedereinsteiger sollten anfangs sachte in der Spur bleiben.

Schonendes Training für den ganzen Körper

„Es gibt kaum eine andere Sportart, die den ganzen Körper so fordert“, sagt Uwe Spörl vom Deutschen Skilehrerverband (DSLV). Beim Langlaufen sind 95 Prozent der Muskeln in Bewegung. „Der ganze Körper muss mitmachen.“ Gleichzeitig sind die für diese Wintersportdisziplin erforderlichen Bewegungen „sehr angenehm und ausgewogen“, erläutert der staatlich geprüfte Skilanglauflehrer. Laut Hubert Hörterer, leitender Mannschaftsarzt des Deutschen Skiverbands (DSV), ist Langlauf in der Loipe daher schonender als Joggen. Die Sportart eignet sich auch gut für Menschen, die an Gelenken oder der Wirbelsäule operiert wurden und danach weiter Sport treiben möchten.

Gute Vorbereitung ist wichtig

Die richtige Langlauftechnik lernen Einsteiger am besten in einer professionellen Schneesportschule. „Es ist wichtig, schon vor dem Winter mit einem kleinen Trainingsprogramm zu beginnen“, ergänzt Spörl. Langlauf ist eine Ausdauersportart. Einsteiger sollten also drei Monate vor der ersten Runde damit starten, ihre Kondition aufzubauen. Gut eignet sich dazu Nordic Walking, weil die Sportler dabei ähnliche Bewegungen machen. Hörterer nennt auch Mountainbiken sowie Einheiten auf dem Hometrainer als Alternativen.

„Vor dem Loslaufen ist eine leichte Dehnungsgymnastik nicht schlecht“, rät Spörl. Für die ersten Kilometer empfiehlt er ein gemächliches Tempo, damit die Körpertemperatur langsam hochfährt. Auch nach dem Laufen sind Dehnungsübungen ratsam - und eine heiße Dusche oder ein Entspannungsbad, damit sich die Muskulatur wieder gut erholt. Hörterer empfiehlt Einsteigern zudem, sich nicht total auszupowern. Erstens ist es gesünder für den Körper, wenn man nicht unter voller Belastung Sport treibt. Zweitens erhöht sich das Verletzungsrisiko, wenn man sich zu sehr verausgabt. Wichtig ist außerdem, dass Anfänger keine zu schwierige Strecke wählen. Sie sollte nicht zu lang sein und keine zu großen Steigungen haben.

Leicht zu lernen: Langlaufen

Es war einmal … eine Zeit, in der Langläufer mitleidig belächelt wurden: Buntkariert, mit Wollhandschuhen sowie Zipfelmütze und zu arm, um sich einen „richtigen“ Winterurlaub leisten zu können. Diese Tage gehören längst der Vergangenheit an. Heute hat sich das Blatt gewendet. Langläufer und vor allem Biathleten gehören zu den Helden des Winters und sorgen für hohe Einschaltquoten im Fernsehen. Das liegt zum einen an den Erfolgen und zum anderen an den Attributen, mit denen das Langlaufen inzwischen in Verbindung gebracht wird: Das schnelle Gleiten steht für Kraft, Dynamik, Spaß und Freiheit.

Andererseits gehört die Gesundheit dazu. Sportmediziner schreiben dem Langlaufen wohltuende Wirkung zu: Die Gelenke werden dank der stoßfreien Bewegung weit weniger belastet als beim Joggen, der Stockeinsatz sorgt für Gelenk- und Wirbelsäulenentlastung, zudem bindet er den Oberkörper und die Arme in die Bewegung ein. Beim Langlaufen werden 600 Muskeln trainiert und pro Stunde bis zu 700 Kilokalorien verbraucht – mehr als bei jeder anderen Sportart.

Technik ist wichtig, aber leicht zu lernen

Gut zu wissen: Langlaufen ist leicht zu lernen. Doch wie bei jedem Freizeitsport kommt es auf die richtige Technik an, wenn man die Vorzüge optimal ausnutzen möchte. Die Technik von einst heißt jetzt „klassisch“, Fortgeschrittene schwören seit Jahren auf das Skaten, und die ganz Wilden gehen nordisch cruisen. Und man muss auch nicht in die Ferne schweifen, um diesen Sport auszuprobieren. In der Eifel, im Westerwald, im Hunsrück oder auch am nordpfälzischen Donnersberg gibt es in Rheinland-Pfalz bei ausreichender Schneelage Gelegenheiten zum Langlaufen.

Viele, die früher Ski alpin bevorzugten, sind umgestiegen von der Piste auf die Loipe. In einem verschneiten Wald vorbei an Tannenwipfeln unter Schneehauben ist die Loipe wie ein Wintermärchen. Unvergleichbar wird es, wenn es vollkommen still ist und nur der eigene Atem und der Herzschlag zu hören sind. Dann kommt ein Glücksgefühl hoch...

Wandern, Walken, Wintersport

Wenn es draußen frostig ist, fällt es manchem schwer, sich vom kuschlig-warmen Wohnzimmersessel zu trennen. Doch auch im Winter ist regelmäßige Bewegung an der frischen Luft wichtig. Denn das Tageslicht sorgt für gute Stimmung und regt die Vitamin D-Produktion im Körper an, was Voraussetzung für die Regulation wichtiger Stoffwechselvorgänge ist. Sport mobilisiert außerdem Kreislauf und Immunsystem und hilft, überflüssigen Winterspeck loszuwerden. Keine faulen Ausreden also! Sie werden sehen: Auch im Winter kann Sport im Freien richtig Spaß machen.

Je niedriger die Temperaturen, desto geringer die Belastung

Egal, welche Bewegungsform Sie wählen – wichtig ist, dass Sie beim Sporttreiben im Winter einige Dinge beachten. So sollten Sie beispielsweise bei kalten Temperaturen ihren Körper weniger belasten als im Sommer. Beim Laufen heißt das, die Geschwindigkeit reduzieren und den Puls um fünf bis sechs Herzschläge pro Minute senken. Hintergrund ist, dass der Körper zum Erbringen von Leistung bei Kälte mehr Energie aufbringen muss als bei Wärme. Auch das Immunsystem ist dann größeren Anforderungen ausgesetzt. Achten Sie auf angemessene, funktionale Kleidung und auf das richtige Schuhwerk. Atmungsaktive Bekleidung sorgt dafür, dass der Schweiß vom Körper wegtransportiert wird und die Kleidung trocken und warm bleibt.

Strammen Schrittes durch den Winter

Walken und Wandern sind ideale Bewegungsformen für den Winter. Walking ist als Sportart bei jüngeren und älteren Menschen sehr beliebt.

Eine Wanderung durch die Natur hat in der kalten Jahreszeit ihre ganz besonderen Reize. Herrliche Fernsicht bieten zum Beispiel die Wanderwege oberhalb der Flusstäler von Ahr, Rhein, Mosel und Lahn. Ein wenig Kondition sollten Sie allerdings schon mitbringen, denn einige Wege bergen anspruchsvolle Streckenabschnitte. Fast alle rheinland-pfälzischen Regionen lassen sich auf so genannten „Prädikatswanderwegen“ erkunden. Diese Wege wurden sorgfältig ausgesucht und sind so beschildert, dass Verlaufen fast nicht möglich ist. Informationen zu (Winter-)Wanderwegen in Rheinland-Pfalz finden Sie hier.

Ski und Rodel: „gut!“ – wenn’s denn mal schneit

Auch Wintersportler kommen in Rheinland-Pfalz auf ihre Kosten, vorausgesetzt das Wetter spielt mit. Schneesicherheit verspricht Ihnen hier zwar keiner, sind die Hänge aber erst mal weiß, dann lohnt sich für Ski- und Rodelfans der Besuch eines der rheinland-pfälzischen Wintersportgebiete. Falls der Schnee auf sich warten lässt: In einigen dieser Skigebiete gibt es sogar Beschneiungsanlagen.

Hält der Winter Einzug, dann ist Abfahrtslauf vor allem in den Wintersportgebieten von Eifel und Hunsrück möglich, zum Beispiel im Skigebiet Erbeskopf. Auch Skilangläufer kommen bei geeigneten Schneeverhältnissen nicht zu kurz. Loipen findet man in den Wintersportgebieten von Eifel, Hunsrück und Westerwald sowie am Donnnersberg.

Indoor aktiv

Im Winter sind Sport und Bewegung im Freien wichtig. Doch will das Wetter einmal so gar nicht mitspielen, ist das noch lange kein Grund, das Sportprogramm unter den Tisch fallen zu lassen. Die folgenden Indoor-Aktivitäten haben schon manchen Bewegungsmuffel aus der Reserve gelockt. 

Motiviert und ist gesellig: Sport und Spiel in der Gruppe

Gemeinsam Sport zu treiben hat den Vorteil, dass man seinen inneren Schweinehund besser in die Pflicht nehmen kann. Fixe Termine und Verabredungen helfen dabei, sich aufzuraffen. Außerdem macht Bewegung in der Gruppe vielen Menschen einfach mehr Spaß als der Alleingang.

Wer sich regelmäßig wetterunabhängig bewegen möchte und gleichzeitig Geselligkeit sucht, für den sind Sport- und Fitnessstudios eine gute Alternative. Diese bieten ein abwechslungsreiches Programm für jedermann an. Es gibt die unterschiedlichsten Kurse von Spinning über Jazz-Dance bis hin zu Pilates. Der Besuch solcher Studios ist kostenpflichtig, aber man muss ja nicht gleich zu Anfang einen Zweijahresvertrag abschließen. Fragen Sie doch mal nach Zehnerkarten oder Kurzzeit-Angeboten speziell für den Winter.

Wer den Sprung ins kühle Nasse mag, kann inzwischen auch in vielen Hallenbädern an Fitnesskursen teilnehmen. Schwimmen und Aqua-Fitness sind besonders für die ältere Generation ideale Sportarten. Bewegung im Wasser ist besonders gelenkschonend und somit auch für Übergewichtige gut geeignet. Für das jüngere Publikum gibt es häufig auch fetzigere Angebote, wie etwa Aquadancing oder Aquazumba.

Abwechslung gesucht? Dann besuchen Sie doch einmal eines der großen Freizeit-Bäder, die neben Schwimmbecken und Wasserrutschen auch noch einen Sauna- und Wellnessbereich im Angebot haben. Dort können Sie nicht nur sportlich aktiv werden, sondern sich danach mit einem Dampfbad oder einer Massage verwöhnen.

Sie mögen Ballsport? Dann schließen Sie sich doch einer der vielen Freizeitgruppen an. Es gibt zahlreiche Mannschaften ohne größere Wettkampf-Ambitionen, die sich über Mitstreiter freuen. Ein besonderer Spaß ist das gemeinsame Kegeln oder Boulen mit der Familie oder mit Freunden.

Das Bewegungsprogramm für Zuhause

Es ist nicht unbedingt nötig, ein Studio oder eine Sporthalle zu besuchen, um fit und in Form zu bleiben. Bewegen kann man sich überall – auch zu Hause. Die Treppe zum Trainingsinstrument umfunktionieren, das empfiehlt Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. Effektiv und abwechslungsreich sei es, einige Male hoch und runter zu laufen – mit Variationen wie auf einem Bein hüpfen, zwei Stufen hoch und eine wieder runter gehen oder rückwärts laufen.

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