Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Infektionsprävention

Veranstaltungen und Termine

Mit Wissen über sexuell übertragbare Infektionen Kino-Karten verdient

9. Klasse aus Morbach siegte beim Quiz der Schulpräventionswoche

Anlässlich der Schulpräventionswoche, die Jugendliche über das Thema sexuelle Gesundheit informierte und im November 2019 zum neunten Mal durchgeführt wurde, hatte die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) ein Quiz veranstaltet. Es testete das Wissen der Schülerinnen und Schüler zu HIV, AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Nun wurde ein Resümee der Aktionswoche gezogen und die Gewinner des Quiz ermittelt: Freuen konnte sich die Klasse 9a der Integrierten Gesamtschule in Morbach. Sie wurde mit einem Klassensatz Kinokarten belohnt.

Aufklärung bleibt wichtig

Die Klasse erhielt ihren Preis von Bernd Geller, AIDS-Hilfe Trier, und Edwin Berg vom Gesundheitsamt Bernkastel-Wittlich. Beide haben schon personal-kommunikative Angebote für die Klassen der IGS Morbach durchgeführt, so auch während der letzten STI-Schulpräventions-woche. Bei der Preisübergabe zeigten sie sich überzeugt, dass das Gespräch mit Jugendlichen über Situationen, in denen man sich mit HIV oder anderen Erregern infizieren kann, und darüber, wie ein wirksamer Schutz aussieht, auch heute noch unerlässlich ist. Trotz der allgegenwärtigen Darstellung von Sexualität in den Medien sei das Wissen über die Risiken häufig lückenhaft.

„Während der Schulpräventionswoche können Jugendliche Fragen stellen und lernen Formen sexuell übertragbarer Infektionen kennen, die für sie neu sind oder – zu Unrecht – als nicht mehr existent angesehen werden. Dass diese Aufklärung immer wieder notwendig ist, hat uns auch die Auswertung der Quiz-Fragebögen gezeigt“, bestätigte Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer der LZG. „Die niedrigschwellige Aufklärungsarbeit der AIDS-Hilfen und der Gesundheitsämter in den Schulen ist daher ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsförderung und Prävention in Rheinland-Pfalz“, so Krell.

Präventionskonzept trägt Früchte

Die Schulpräventionswoche erreichte mit ihren Veranstaltungen im Vorfeld des Welt-AIDS-Tags Schülerinnen und Schüler in rund 55 Klassen in Rheinland-Pfalz. Elf Klassen beteiligten sich zudem am Quiz der LZG, in dem Wissen zu HIV, AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen abgefragt wurde. Bei den richtigen Antworten lag die Klasse 9a der IGS Morbach vorne.

Schulleiter Peter Geisenhainer freute sich: „Unsere Schülerinnen und Schüler erhalten je nach Jahrgangsstufe altersangemessene Präventions- und Informationsangebote. Das geht von Verkehrsbildung über Mobbing und Cybermobbing bis hin zur Aufklärung über sexuelle Orientierung und geschlechtliche Vielfalt. Auch die HIV-Prävention ist ein Bestandteil unseres schulischen Präventionskonzepts. Dass eine unserer Klassen im Wissensquiz gewonnen hat, bestätigt den Erfolg unseres Konzepts.“

Die Klasse wird ihre Karten im ortsansässigen Kino einlösen: im Kino Heimat in Morbach – dem kleinsten Kino in Rheinland-Pfalz – das für die Jugendlichen im Februar eine Exklusivvorführung der französischen Komödie „Monsieur Claude und seine Töchter“ vorgesehen hat.

10. Schulpräventionswoche im November 2020

Die Schulpräventionswoche wird jedes Jahr im November von der LZG gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium, den AIDS-Hilfen und den Gesundheitsämtern in Rheinland-Pfalz angeboten. Fachkräfte führen in den interessierten Schulen Aufklärungsveranstaltungen durch, die über HIV, AIDS und andere sexuell übertragbare Infektionen informieren und Themen wie verantwortungsvolle Sexualität, Verhütung, Intimhygiene und Diskriminierung behandeln.

Weitere Informationen auf der Homepage der LZG www.lzg-rlp.de unter dem Menüpunkt „Infektionsprävention“ oder bei der AIDS-Hilfe Rheinland-Pfalz unter www.aidshilfe-rlp.de

Das 24. Koblenzer AIDS-Covid-Hepatitis-Forum findet am 19. September 2020 im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein Kemper Hof, Koblenz statt.

In nur wenigen Monaten hat das Virus Sars-CoV-2 die Welt insgesamt und den Alltag jedes Einzelnen grundlegend verändert. Die Intensität wissenschaftlicher Forschung und der Fokus auf die globale Bewältigung ist allenfalls vergleichbar mit der HIV–Forschung. Tatsächlich ergeben sich Parallelen, nicht nur in der Intensität der pandemischen Bedrohung, der Stigmatisierung und der vielfältigen gesellschaftlichen Herausforderungen. In Bezug auf HIV formuliert die 90-90-90 Strategie der Weltgesundheitsorganiation (WHO) das Ziel einer Begrenzung bis zum Jahre 2030. Für Hepatitis C als heilbare Erkrankung ist die Eradikation, also die vollständige Ausrottung des Erregers, Anspruch unseres Handelns.

Die Themen AIDS - Hepatitis - COVID-19 sind die gesundheitlichen Herausforderungen der Gegenwart und werden bei unserem Forum engagiert vorgestellt. Wir wollen das Forum erstmals als Hybridveranstaltung durchführen, das heißt sowohl als Präsenztermin wie auch als Online-Sitzung.

Mit hochkarätigen Referenten informiert das 24. Koblenzer AIDS-Covid-Hepatitisforum im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein über die spannenden Fragen der aktuellen Infektiologie.
Dazu laden der Arbeitskreis AIDS/STI Rheinland-Pfalz Nord, die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. und der Förderverein der Immunologischen Ambulanz Koblenz alle Interessierten und Betroffenen herzlich ein.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Prävention von HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI)

Wie kann sexuelle Bildung in Zeiten von Corona mit verschärften Hygieneregeln, Home-Schooling oder halben Klassen gelingen?

Die Aufklärung über HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) ist ein zentraler Schwerpunkt sexueller Bildungsarbeit und daher Teil des schulischen Bildungsauftrags. Sexuell übertragbare Infektionen nehmen in Deutschland zu. Auch wenn die Zahl der HIV-Neuinfektionen in den letzten Jahren rückläufig ist, sind Infektionen etwa mit Chlamydien oder Humanen Papillomviren (HPV) nach wie vor weit verbreitet – gerade auch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Viele Schulen können bereits auf bewährte Ansätze zur HIV/STI-Aufklärung zurückgreifen, die die Schülerinnen und Schüler bestimmter Jahrgangsstufen turnusmäßig durchlaufen.  Doch in Zeiten von Covid19 mit Schulschließungen, Hygieneplänen und Abstandsgeboten sind viele der jahrelang erprobten Präventionskonzepte nicht umsetzbar. Auch externe Expert_innen der rheinland-pfälzischen Aidshilfen können mitunter angesichts von schulinternen Vorgaben nicht mehr in die Klassen eingeladen werden oder bieten aus Gründen des Gesundheitsschutzes ihrer Mitarbeiter_innen vielleicht aktuell keine Präsenzworkshops an.

Die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. möchten Sie dabei unterstützen, auch unter den geltenden Pandemie-Bedingungen umsetzbare Lösungen zu finden. In der Fortbildung lernen Sie einen Mix aus einschlägigen sexualpädagogischen Methoden für Präsenz-, digital unterstützte und reine digitale Präventionsworkshops kennen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer

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Zum 10. Mal wird eine Präventionswoche zu den Themen HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) für Schulen angeboten. Schwerpunktmäßig sollen die Aktionen im Zeitraum vom 9. – 13. November 2020 stattfinden. Die Präventionswoche wird vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz, der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG), den AIDS-Hilfen Rheinland-Pfalz sowie den Gesundheitsämtern Rheinland-Pfalz und dem Bildungsministerium unterstützt.

Ziel der AIDS-/STI-Schulpräventionswoche ist es, Jugendliche und junge Erwachsene für das Thema sexuelle Gesundheit zu sensibilisieren. Dazu gehört u.a. das Wissen um sexuell übertragbare Infektionen wie Chlamydien, Syphilis, HPV und HIV/AIDS, deren Verhütung und Intimhygiene. Die Kenntnisse über den eigenen Körper sollen dazu beitragen, die Gesundheitskompetenzen der Schülerinnen und Schülern zu stärken.

In diesem Jahr wird sich die Durchführung der Aktionswoche wegen der Corona-Pandemie nicht in der Form durchführen lassen wie in den vergangenen Jahren. Die Fachkräfte der rheinland-pfälzischen AIDS-Hilfen und Gesundheitsämter bieten - soweit es ihnen möglich ist - in dieser Woche regional ihre Unterstützung bei der Durchführung an. Es werden sowohl personal-kommunikative Veranstaltungen mit Schulklassen oder Kursen angeboten als auch digitale Angebote oder ein Info-Stand. Bitte nehmen Sie bei Interesse Kontakt mit dem Gesundheitsamt und/oder der AIDS-Hilfen in Ihrer Region auf, um ein für Sie mögliches Angebot miteinander abzustimmen.

Die Schulen können das Thema HIV/AIDS/STI auch eigenständig mit ihren Klassen bearbeiten. Als Anregungen hierfür erhielten die weiterführenden und berufsbildenden Schulen Ideen-Angebote für die STI-Schulpräventionswoche 2020, Hinweise auf die Arbeit mit Filmen sowie einen AIDS/STI-Fragebogen zugesandt.

Die Schulpräventionswoche ermöglicht durch ihre zeitliche Nähe zum Welt-AIDS-Tag, der jährlich am 1. Dezember begangen wird, das Thema sexuelle Gesundheit über einen längeren Zeitraum in den Unterricht zu integrieren und in seinen verschiedenen Facetten zu beleuchten.

Flankierende Öffentlichkeitsarbeit soll darüber hinaus für eine breite Wahrnehmung der Thematik in der Bevölkerung sorgen.

Veranstaltungsliste 2020 folgt

 

Mythen, Prävention und Förderung sexueller Gesundheit im schulischen Kontext

Es gibt eine Vielzahl an sexuell übertragbaren Infektionen (STI), viele Informationen zu Übertragungswegen, Symptomen, Krankheitsverläufen und Behandlungsmöglichkeiten, sodass es nicht leicht ist, den Überblick zu behalten. Die STI-Prävention ist ein wichtiger Bestandteil der Förderung sexueller Gesundheit. Das Seminar geht u.a. auf folgende Fragen ein:

- Welche Infektionen sollen in der STI-Prävention thematisiert werden?

- Welche Mythen halten sich hartnäckig?

- Welche Methoden eignen sich für die Präventionsarbeit mit Jugendlichen?

- Welche Diskriminierungsmechanismen greifen auch heutzutage noch z.B. wenn Menschen sich als HIV-positiv "outen"?

- Welche Fragen tauchen in der Präventionsarbeit auf?

Das Online-Seminar vermittelt Fachwissen in Vortragsform, ermöglicht den Austausch mit anderen und bietet Raum für Fragen der Teilnehmenden.

Das Online-Seminar richtet sich an Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte von weiterführenden und berufsbildenden Schulen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer

Zur Online-Anmeldung

2020

Das erste Treffen fand im Mai 2020 im virtuellen Raum statt. Es fand ein Austausch über den aktuellen Stand der Arbeit statt bzw. was in der Corona-Zeit an Angeboten bisher möglich war. Gleichzeitig wurde beratschlagt, wie mit den ausgefallenen präventiven Maßnahmen, Beratungen, Test-Angeboten weiter umgegangen wird, wie Kontakte über Telefon oder Online angeboten und wieder aufgebaut werden können.

Das zweite Treffen fand als Präsenzveranstaltung Anfang September 2020 in Mainz statt. Neben dem Autausch über die aktuelle Situation in den Gesundheitsämtern und AIDS-Hilfen wurde berichtet, dass allmählich wieder Beratungen, Tests sowie Aktionen, Präventionsmaßnahmen angefragt und durchgeführt werden, wenn auch unter anderen Rahmenbedingungen. Es wurde auch für die zehnte AIDS/STI-Schulpräventionswoche im November 2020 geplant, was und in welcher Form den weiterführenden und berufsbildenden Schulen als Präventionsmaßnahmen angeboten werden kann, sowohl als personal-kommunikative, reale Angebote als auch im virtuellen Raum.  Den Blick auf die aktuelle Situation verdeutlichte Dr. Ansgar Rieke, Chefarzt Nephrologie und Infektiologie im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, Koblenz in seinem Beitrag "HIV und AIDS 2020 - Aktuelles zur Epidemiologie, Virologie und Therapie". Zudem brachte er die Teilnehmenden auf den aktuellen Stand zu "Covid-19 - Überblick zu Virologie, Infektiologie".